Ein Bär für alle Fälle: Die Smart-Remote „Bearbot“

Unsere Welt wird in immer größerem Ausmaß von elektronischen Geräten und gadgets geprägt. Smartphone, PC und Laptop, (Smart-)TV und Co. vernetzen uns 24/7 mit Freund_innen, Nachrichten und Content aus der ganzen Welt. Die Fülle an Möglichkeiten und Plattformen kann mitunter verwirrend wirken, und so ist es kein Wunder, dass Anbieter immer wieder versuchen, die eine Lösung zur integrierten, einheitlichen Bedienung unserer elektronischen Umgebung zu verkaufen.

Apple drängt die Menschen in Richtung einer sehr geschlossenen, proprietären technischen Umwelt aus Mac, iPhone und iCloud. Microsoft möchte mit Windows, Surface und XboX die Wohn- und Arbeitszimmer beherrschen. Andere Anbieter denken größer und ersinnen modulare Systeme für alle unsere elektronischen Bedürfnisse.

Mu Design aus Luxembourg sind bescheidener. Das Start-up will consumer electronics nicht selber herstellen – sondern nur steuern. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo bietet Mu Design gerade den Bearbot an – eine gestengesteuerte universale Smart-Fernbedienung. Der absolut knuffige kleine Braunbär hat ein Display, kann Handbewegungen interpretieren und kommuniziert mit anderen Geräten via Bluetooth, Radiofrequenzen, Infrarot oder ZigBee.

Mit diesen Features soll Bearbot zum ultimativen drahtlosen Helfer im Haushalt werden: Weiterklicken in der Slideshow oder im Fernsehprogramm per Handwischen; mit dem Finger kreisen für die Lautstärkeregelung; eine weitere Geste, um Beleuchtung zu regeln oder Jalousien herunterzufahren. Der Bär kann per Induktion drahtlos geladen werden und soll mit einer Akkufüllung etwa einen Monat lang auskommen. Sollten Geräte zu weit entfernt sein für die eingebauten Funk-Standards, können „mini Bearbots“ als Signalverstärker platziert werden. Programmiert bzw. „gezähmt“ wird Bearbot per iOS- oder Android-App.

Das Konzept ist interessant, auch wenn ein gewöhnliches Smartphone vermutlich einen großen Teil der Funktionen ähnlich ausführen könnte. Bearbot ist aber nicht nur ein nützlicher Helfer,, sondern auch ein süßes Accessoire. Ob junge wie alte elektronische Tierliebhaber jedoch 100 bis 150 Euro für den Bären ausgeben werden, wird sich zeigen. Die Crowdfunding-Kampagne läut jedenfalls bisher mäßig, von einem Ziel von 199.000 Euro ist zu diesem Zeitpunkt erst knapp ein Fünftel aufgebracht worden.

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