Ein Mittel gegen Sound Pollution: „Muzo“ verspricht eine persönliche Zone der Stille

Der Aufbau eines "Muzo" (Screenshot von Youtube)

Der Aufbau eines „Muzo“ (Screenshot von Youtube)

Es klingt wie Science-Fiction und die Erfüllung einiger Träume geräuschgeplagter Großstadtmenschen: Das unscheinbare, flache Gadget Muzo soll eine „persönliche Zone der Stille“ erschaffen können. Was steckt hinter diesem vollmundigen Versprechen?

Bei näherem Hinsehen ist Muzo kein Zauberwerk, sondern eine relativ gewöhnliche Mischung aus Lautsprecher und Vibrationsmotor. Angebracht an einer glatten Oberfläche soll es den Raumsound und damit das Wohlbefinden von Menschen auf drei unterschiedliche Weisen beeinflussen können.

Am interessantesten und futuristischsten ist dabei der „Serenity“-Modus. Wahrscheinlich basierend auf dem Prinzip der Phasenauslöschung kann demnach ein an einem Fenster oder an einer Tür angebrachtes Muzo die Vibrationen von Schallwellen wahrnehmen und durch eigene Vibrationen verstummen lassen – oder zumindest dämpfen. Wie effektiv dieser Modus in der Praxis ist, bleibt abzuwarten.

Der „Secret“-Modus ist intendiert zur Verwendung in öffentlichen Räumen: Durch das Abspielen von bestimmten „stimmen-maskierenden“ Geräuschen soll so eine kleine Privatsphären-Blase geschaffen werden. Vergleichsweise gewöhnlich ist dagegen der „Sleep“-Modus, der beruhigende Töne und Soundlandschaften abspielt. Ähnliche Funktionen sind in anderen Geräten oder als Smartphone-Apps seit Jahren verfügbar.

Muzo kann derzeit auf Indiegogo für 159 US-Dollar (rund 140 Euro) vorbestellt werden – nachdem die Entwicklerfirma Celestial Tribe aus San Francisco bereits über 500.000 Dollar auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter gesammelt hatte. Die ersten Geräte sollen im Februar 2017 ausgeliefert werden.

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