Finnland: Pilotprojekt mit selbstfahrenden Shuttle-Bussen

Selbstfahrende Autos sind ein Thema der Stunde. Im Spannungsfeld zwischen Fortschritt der Automation und Sicherheitsrisiken werden Systeme wie Tesla Autopilot und Vorfälle wie der tödliche Unfall eines Tesla-Fahrers vor einigen Wochen kontrovers diskutiert. In Finnland werden derweil Tatsachen geschaffen: So läuft in der finnischen Hauptstadt Helsinki zur Zeit ein Pilotprojekt, in dem selbstfahrende Kleinbusse autonom am Straßenverkehr teilnehmen.

Seit Juli und noch bis Mitte September wird der EZ10-Shuttlebus des Herstellers EasyMile – ein Tochterunternehmen des französischen Autoherstellers Ligier – ausgewählte Routen im Stadtbezirk Hernesaari abfahren. Auch in den Städten Espoo und Tampere soll das System noch in diesem Jahr getestet werden. An dem Projekt ist unter anderem die Helsinki Metropolia University of Applied Sciences beteiligt.

Ein kompletter gamechanger ist das EZ10 aber wohl nicht: Der kleine Bus ist auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit von nur 10 km/h und wenige Fahrgäste ausgelegt. In einem tatsächlichen breiten Einsatz würde das Gefährt wohl die Rolle eines lokalen on-demand Zubringers für den regulären öffentlichen Nahverkehr einnehmen. Dennoch könnte das Projekt Signalwirkung haben, da es einer der wenigen Tests komplett autonomer Fahrzeuge in tatsächlichem Straßenverkehr ist.

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