#Free Erol: Protest vor der Türkischen Botschaft in Berlin

Protest vor der Türkischen Botschaft in Berlin, 27. Juni 2016 (Foto: Robert Ott)

Protest vor der Türkischen Botschaft in Berlin, 27. Juni 2016 (Foto: Robert Ott)

Eine neue Welle von Verhaftungen in der Türkei hat international besorgte Reaktionen hervorgerufen. Am 20. Juni wurden der Türkei-Korrespondent von Reporter ohne Grenzen, Erol Önderoglu, die Vorsitzende der Menschenrechtsstiftung der Türkei, Şebnem Korur Fincancı, und der Journalist und Autor Ahmet Nesin in Istanbul festgenommen. Am gestrigen 27. Juni protestierten mehrere Gruppen vor der Türkischen Botschaft in Berlin gegen dieses Vorgehen.

Seit Mai hatten die Drei gemeinsam mit anderen Journalist_innen, Autor_innen und Aktivist_innen die pro-kurdische Zeitung Özgür Gündem unterstützt und als ehrenamtliche Chefredakteur_innen fungiert. Die Zeitung sieht sich derzeit enormem Druck von türkischen Behörden ausgesetzt, die sie als inoffizielles Sprachrohr der verbotenen PKK ansehen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe daher „Terrorpropaganda“ vor und fordert zwischen zwei und vierzehn Jahren Haft.

Beim gestrigen Protest waren unten anderem Reporter ohne Grenzen, Amnesty International und der linksgerichtete türkische Dachverband von Arbeitervereinen DIDF vertreten. Mit den Hashtags #FreeErol, #FreeŞebnem und #FreeAhmet forderten sie die sofortige Freilassung  der Inhaftierten und mahnten die Einhaltung demokratischer Grundrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei an.

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