Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung auch in Finnland angestrebt

Gemüse (Foto: <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Midori" title="User:Midori">Sakurai Midori</a> - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0<p></p>">CC BY-SA 3.0</a>, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1208036, adaptiert)

Gemüse (Foto: Sakurai Midori auf Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Ausschnitt)

Nach Vorstößen aus Belgien und Frankreich wird jetzt offenbar auch in Finnland ein Gesetz angestrebt, das Lebensmittelverschwendung bekämpfen soll. Wie die taz berichtet, geht der Entwurf einer parlamentarischen Initiative noch deutlich weiter als die Regelung in Frankreich, die international als vorbildlich gelobt wurde.

Dort müssen seit Anfang des Jahres lediglich Supermärkte mit einer Größe von mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche die Lebensmittel spenden, die aus optischen Gründen oder wegen der abgelaufenen Mindesthaltbarkeit nicht mehr in den Verkauf gehen. Ein dem vorangegangenes Gesetz im belgischen Bundesland Wallonien betrifft nur Geschäfte größer als 1000 qm.

Die finnische Regelung soll dagegen Supermärkte, Lebensmittelläden und Bäckereien jeder Größe einbeziehen, ebenso wie Küchen und Cafeterien aller öffentlichen Einrichtungen. Kritik kam der taz zufolge von einer Einzelhandelsorganisation; gerade in ländlichen Regionen fehlten die wohltätigen Abnehmer für so potentiell große Mengen an Lebensmitteln, die verarbeitet oder verteilt werden müssten.

Das ist aber wohl eher ein Problem der Organisation, nicht der Nachfrage: Vertreter_innen von Tafel-Organisationen weisen seit Jahren auf den kontinuierlich steigenden Bedarf nach kostenloser Essensausgabe an Bedürftige hin. Gesetzliche Regelungen wie die in Frankreich stärken dieses häufig ehrenamtliche Engagement und sichern die Versorgung unabhängig von freiwilligen Spenden und corporate partnerships – was nur zu begrüßen ist.

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