Google meets Raspberry Pi: Selbstbau-Kit für „Google Home“-Assistent

Nach dem Basteln: Ein Pi-Google Home im Eigenbau (Screenshot von Youtube)

Nach dem Basteln: Ein Pi-Google Home im Eigenbau (Screenshot von Youtube)

„Home“ heißt Googles Antwort auf den Trend zu sprachgesteuerten digitalen Assistenten: Ein formschönes, weißes Gerät, das durch die Integration von Google-Diensten nach Aufforderung alle möglichen Aufgaben erledigen kann. Das funktioniert auch ziemlich gut, meint chip.de im Test, und könnte Amazon Echo gut Konkurrenz machen. In den USA ist Google Home zum Preis von 129 US-Dollar (rund 120 Euro) bereits erhältlich.

Wer das etwas zu teuer findet für wenig mehr als eine Rechner-Einheit, ein Mikrofon und einen Lautsprecher, kann frohlocken: In Zusammenarbeit mit der Raspberry Pi Foundation, Machern des „30-Dollar-Computers“ Raspberry Pi, hat Google jetzt einen Selbstbau-Kit herausgebracht. Das Besondere: Der Bausatz wird mit der neuesten Ausgabe des offiziellen Pi-Magazins MagPi vertrieben – so wie früher die Detektiv-Sets oder Urzeit-Krebse in Yps- und Micky Maus-Heften.

Enthalten sind Hardware-Komponenten wie Mikro und Lautsprecher sowie eine Papp-Vorlage, die mit wenigen Faltungen zu einem Gehäuse wird – und damit an das Virtual Reality-Projekt Google Cardboard erinnert. Kombiniert mit einem Raspberry Pi 3 wird daraus ein funktionierendes Google Home. Ein Arcade-Taster auf der Oberseite weist auf den einzigen nicht kosmetischen Nachteil hin: Im Gegensatz zur passiven always on-Sprachsteuerung des Originals muss man das Papp-Home „anschalten“, bevor man eine Frage stellen kann.

Diese Pi-Box ist natürlich eher ein Publicity-Stunt als eine echte Alternative für den Massenmarkt. Sie zeigt aber, dass Google mit ihren Produkten – zumindest manchmal – nicht so restriktiv und humorlos umgehen wie manche andere Tech-Riesen. Die Sympathien kann das Unternehmen jedenfalls gebrauchen angesichts der vielen Debatten um Datenschutz und Privatsphäre – die übrigens auch Google Home betreffen.

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