Hyperloop: 2021 soll der futuristische Vakuum-Zug zwischen Dubai und Abu Dhabi fahren

So könnte eine Hyperloop-Strecke in den Vereinigten Arabischen Emiraten aussehen (Screenshot von Youtube)

Illustration einer Hyperloop-Strecke in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Screenshot von Youtube)

Mit 700 Sachen durch die Wüste: Hyperloop One, das führende Unternehmen im Wettlauf um die kommerzielle Anwendung des Hyperloop-Konzepts für einen Hochgeschwindigkeits-Transportsystem, hat eine Strecke in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt. Mit offizieller Unterstützung der Road and Transport Authority Dubai soll eine Strecke zwischen Dubai und Abu Dhabi realisiert werden. Als Zeitplan nennt die Webseite Elektrek das Jahr 2021, entnommen aus einer vorherigen Äußerung des Hyperloop One-CEO Rob Lloyd.

In rund 12 Minuten, so die Ankündigung, soll das Hyperloop One-System die Strecke bewältigen. Bei einer Entfernung von rund 150 Kilometern – weniger in der direkten Luftlinie, die aber teilweise über Wasser führt – scheint das Unternehmen eine durchschnittliche Geschwindigkeit von bis zu 750 km/h anzupeilen. Damit wäre die magische Zahl von 1000 km/h nicht erreicht, die seit Elon Musks ersten öffentlichen Hyperloop-Gedanken umherschwirrt.

Schneller als der Transrapid

Trotzdem wären die Kapseln wesentlich schneller als der bisherige Rekordhalter in Sachen ebenerdiger Personentransport, das deutsche Exportprodukt Shanghai Transrapid. Der erreichte im vergangenen Jahr eine Spitzengeschwindigkeit von knapp über 600 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit im Normalbetrieb auf der 30 km langen Strecke beträgt jedoch maximal 430 km/h und die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt sogar „nur“ bei 220 bis 250 km/h.

Individuelle Pods, die sich in einem Container zur superschnellen Hyperloop-Kapsel vereinen: So könnte das Hyprloop One-System in einigen Jahren aussehen (Screenshot von Youtube)

Individuelle Pods, die sich in einem Container zur superschnellen Hyperloop-Kapsel vereinen: So stellt sich das Unternehmen Hyperloop One die Zukunft vor (Screenshot von Youtube)

Im Gegensatz zur Maglev-Technologie (magnetic levitation), die schon seit den 80er Jahren weltweit Anwendung findet, ist Hyperloop bisher allerdings vor allem von Unwägbarkeiten geprägt: Wie werden die Vakuumröhren und die Kapseln technisch realisiert? Wie steht es mit der Erdbebensicherheit? Wie hält man die Kosten im nicht-astronomischen Bereich? Ein erster Hyperloop One-Testlauf im Mai war ausgesprochen unbeeindruckend.

Chronisch unrealistisch?

Auch deswegen wird ein Beitrag von SpaceX mit Spannung erwartet: Obwohl Berufs-Visionär Elon Musk anfangs bekräftigte, sich aus der tatsächlichen Konstruktion von Hyperloop-Technologie herauszuhalten, verpflichtete sich sein Raumfahrt-Unternehmen darauf, eine Teststrecke zu errichten, die zur Erprobung von ausgewählten Kapsel-Designs genutzt werden könne. Ursprünglich war hierfür der Sommer 2016 angepeilt – jüngst wurden diese Pläne allerdings auf Januar 2017 verlegt.

Dies ist übrigens nicht die erste Ankündigung einer Hyperloop-Strecke: Hyperloop Transportation Technologies, Konkurrent von Hyperloop One im Rennen um die erste funktionsfähige Anwendung der Idee, kündigte im Frühjahr eine Strecke zwischen Bratislava, Budapest und Wien an. Der Baubeginn war demnach noch für 2016 geplant – seitdem war allerdings nichts Neues mehr zu hören.

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