„I love you, robot“ – Kleines Mädchen denkt, ein alter Boiler wäre ein Roboter

Dieser "Roboter" hat's der kleinen Rayna angetan (Screenshot von Youtube)

Dieser „Roboter“ hat’s der kleinen Rayna angetan (Screenshot von Youtube)

Die Netzgemeinde schmilzt heute morgen dahin dank eines Videos: „Rayna meets a robot“ heißt der 35 Sekunden kurze Clip, der ein kleines Mädchen im Gespräch mit einem „Roboter“ zeigt. Dieser steht etwas verloren am Straßenrand und war in seinem vorherigen Leben wohl ein Warmwasser-Boiler. Ein weißes Panel mit zwei großen Scheibenformen weckt Assoziationen mit einem Gesicht oder zumindest Augen.

Rayna ist jedenfalls überzeugt und begrüßt den Roboter, dessen „Gesicht“ etwas im Wind zu wippen scheint. Anschließend umarmt sie ihn und sagt zum Abschied „I love you, Robot“. Furchtbar süß!

Neben seiner Bedeutung als daily cuteness fix ist das Video aber auch aus einer kulturanthropologischen und futurologischen Perspektive interessant. Roboter und roboterähnliche Maschinen waren in der populären Science Fiction lange von einer kalten, berechnenden Boshaftigkeit und Menschenfeindlichkeit bestimmt.

Mit den Jahren wurde das (meist theoretische) Verhältnis Mensch-Roboter jedoch differenzierter und freundlicher. Filme wie WALL·E und The Iron Giant taten ihr Übriges, um Robotern nun eher Attribute von Unschuldigkeit, Naivität und Gutmütigkeit zuzuschreiben. Dieses Konzept scheint mittlerweile ein Teil unseres kollektiven Unbewussten zu sein – so dass ein kleines Mädchen beim Anblick eines Roboters nicht schreiend wegrennt, sondern ihn begrüßt und umarmt.

 

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