Irland stoppt Investitionen in fossile Brennstoffe

Ein Foto eines Elektrizitätswerks.

Während in den USA sich ein Paradigmenwechsel abzeichnet und Klimawandel von staatlicher Seite bald nur noch als „Theorie“ behandelt werden könnte, geht Irland einen wichtigen Schritt in die andere Richtung: Der irische Staatsfonds wird wohl bald – in einem weltweit einzigartigen Schritt – alle Investitionen von fossilen Brennstoffen abziehen. Damit bezieht Irland klar und deutlich Position zugunsten erneuerbarer Energien.

Im Ireland Strategic Investment Fund wird im Auftrag des irischen Staates Kapital mit einem Umfang von über 8 Milliarden Euro angelegt und verwaltet. Nach dem Gesetzentwurf des unabhängigen Politikers Thomas Pringle ist geplant, dass sämtliche Anlagen in Erdöl, Erdgas oder Kohle aus dem Portfolio des Fonds entfernt werden. Das irische Parlament hat den Entwurf in der vergangenen Woche verabschiedet.

Pringle will seinen Entwurf klar als „ethical financing“ verstanden wissen: Millionen Menschen vor allem in wenig entwickelten Ländern weltweit würden von den Auswirkungen des Klimawandels am schwersten getroffen. Das Gesetz sei ein Symbol und eine Nachricht an globale Konzerne, dass die Leugnung von Klimawandel und entsprechendes Lobbying nicht toleriert werden dürfe.

Der Schritt, der noch von einem Finanzkomittee abgesegnet werden muss, war offensichtlich von Norwegen inspiriert. Deren Staatsfonds – der Statens pensjonsfond, mit fast 800 Milliarden Euro Vermögen übrigens der umfangreichste der Welt – hat 2016 Investitionen in einige Unternehmen gestoppt, die der fossilen Brennstoffindustrie angehören.

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