Kontroverse Bebauungspläne für das Tempelhofer Feld: Bürgerversammlung am 21. Januar

Bebauungspläne des Berliner Senats für das Tempelhofer Feld (Screenshot der Seite thf100.de)

Bebauungspläne des Berliner Senats für das Tempelhofer Feld (Screenshot der Seite thf100.de)

In der Kontroverse um die vom Senat angestrebte Bebauung des Tempelhofer Feldes wollen Verwaltung und Politik in einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 21. Januar, 19 Uhr über die Planungen informieren. An der Versammlung in der Abfertigungshalle des ehemaligen Flughafens nehmen neben Sozial-Senator Czaja u.a. auch die Staatssekretäre für Flüchtlingsfragen, Verkehr & Umwelt sowie Bildung, Glietsch, Gaebler und Rackles, teil.

Die Initiative 100% Tempelhofer Feld befürchtet für den 28. Januar eine Abstimmung im Berliner Abgeordnetenhaus über das bereits vorliegende „Gesetz zur Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen“ – und damit eine zumindest teil- und zeitweise Aushebelung des Volksentscheids von 2014, der eine Bebauung des Feldes kategorisch ausschließt.

Gleichzeitig bekräftigt die Initiative ihre Kritik an den Plänen als „Lagerpolitik“. Die geplanten Bauten würden den Bewohnern voraussichtlich nur 2 bis höchstens 6 Quadratmeter privaten Rückzugsraum zur Verfügung stellen und seien damit „menschenunwürdig“. Auch der Flüchtlingsrat Berlin verurteilte die Pläne des Senats in einer Stellungnahme als „absolut inakzeptabel“. Eine Verbesserung der Situation geflüchteter Menschen sei mit Massenlagern nicht zu erreichen.

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