Nachhaltige Super-Socken aus recycelten Klamotten

Screenshot von osombrand.com

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Fair, vegan, bio – nicht nur nachhaltige Lebensmittel sind ein großes Thema der Stunde, sondern auch nachhaltige Kleidung. Schon mal versucht, einen veganen, fair hergestellten Schuh in der Größe 48.5 zu finden? Der vielleicht sogar optisch ansprechend ist? Ich spreche aus persönlicher Erfahrung, wenn ich sage: Es ist nicht leicht.

Das Fairtrade-Klamotten-Business ist, trotz noch relativ geringer Umsätze verglichen mit den riesigen Kleidungsmarken und -händlern, viel PR und viel Überzeugungsarbeit. Es fehlt schlicht an wirklich umfassend bekannten und etablierten Standards, die eine faire Behandlung und Bezahlung von Arbeiter_innen sowie fair gehandelte Rohstoffe zweifelsfrei beweisen würden.

Recycelte Rohstoffe spielen in der Herstellung von fairer Kleidung leider keine sehr große Rolle, was auch Kostengründe haben dürfte. Mein altes Paar Simple Shoes hatte eine Sohle aus recyceltem Reifengummi und eine bestimmte Jeansmarke verwendete auf ansonsten fairen und veganen Jeans bedauerlicherweise Patches aus recyceltem Leder.

Die US-Marke Osom möchte das ändern, mit einem kleinen, aber richtigen Schritt: Socken aus 85% bzw. 95% (bei dicken Socken) recycelten Altkleidern. Die ansprechenden Designs werden ganz ohne Farbstoffe hergestellt, so dass Osom mehrere Nachhaltigkeits-Probleme auf einmal löst: Weniger Wohlstandsmüll, der tendenziell auf den Halden der Schwellenländer weltweit landet; weniger Wasserverbrauch; weniger Chemikalien im Wasserkreislauf; und eine „ethisch korrekte“ Produktion durch fair bezahlte Arbeiter_innen in Guatemala.

Das ist allerdings auch seinen Preis wert: 16 bis 18 US-Dollar kostet ein Sockenpaar – wenn man’s sich leisten kann, auf jeden Fall die richtige Wahl.

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