Nachhaltigkeits-Revolution aus Schweden? „Diro“ wäscht Kleidung ohne Waschmittel

Das Swatab-Diro-System (Screenshot von swatab.com)

Das „Diro“-System von Swatab (Screenshot von swatab.com)

Wasser ist eines der Themen, an denen sich die ökologischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit am deutlichsten kreuzen. Für viele Menschen weltweit ist der Zugang zu sauberem Wasser noch immer stark eingeschränkt. Gleichzeitig werden in vielen Schwellen- und industrialisierten Ländern vorhandene Frischwasserressourcen durch Chemikalien und Abwässer verunreinigt. Das schwedische Unternehmen Scandinavian Water Technologies, kurz Swatab, hat etwas dagegen: Ein System, dass unsere Art, Textilien zu waschen, revolutionieren könnte.

„Diro“ nennen sie das Kleiderschrank-große Gerät, in dem Wasser mehrere Filter durchläuft und „ultra-sauber und deionisiert“ wird. Anschließend soll es spezielle, Schmutz entfernende Eigenschaften besitzen, die Waschmittel gänzlich überflüssig machten. Einfach eine übliche Waschmaschine anschließen und die Wäsche ohne Zusätze waschen – fertig. Swatab behaupten, dass Kleidung ebenso sauber werde und einen „natürlichen“ Duft erhalte. Weiterhin senke das Verfahren die Wahrscheinlichkeit von Hautirritationen oder allergischen Reaktionen.

Bisher sind für das Diro-System online weder unabhängige Tests noch Preise zu finden, Swatab ist wohl komplett auf Unternehmenskunden fokussiert. Eine Consumer-Version soll aber 2018 auf den Markt kommen. Das lässt sich einer vom WWF verantworteten Seite entnehmen, die Swatab mit ihrem „Climate Solver“-Siegel ausgezeichnet hatten. Würden Diro und ähnliche Systeme bis 2027 zehn Prozent ihres Zielmarktes einnehmen, könnten laut WWF jährlich über 20 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden – der Verbrauch von rund zwei Millionen deutschen Bürger_innen.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.