New Yorker Polizei blamiert sich mit Anti-Verschlüsselungskampagne

Das ging nach hinten los: Das New York Police Department (NYPD) und der New Yorker Oberstaatsanwalt haben sich mit einer Anti-Verschlüsselungskampagne blamiert. Die am Montag vorgestellte Aktion #UnlockJustice zielt auf soziale Medien ab.

In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Debatte über Verschlüsselung wird meist mit einem Fokus auf Privatsphäre und Sicherheit geführt, während die Auswirkungen auf Opfer von Verbrechen wenig Beachtung finden.“ Vor allem der sehr öffentlich ausgetragene Streit zwischen Apple und dem FBI hat wohl zur Geburt dieser Kampagne beigetragen.

Nun ergeht sich das Netz in Spott und Hohn über #UnlockJustice. Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden Verbraucherrechte aushöhlen und einer Überwachungsgesellschaft den Weg bereiten, so Kritiker_innen. Dass ausgerechnet das NYPD dahinter steht, macht es nicht besser: Die Polizeibehörde hat seit Jahrzehnten mit Korruptionsproblemen zu kämpfen.

Dabei ist die DIskussion um die Rechtmäßigkeit eines „digitalen Durchsuchungsbefehls“ tatsächlich eine, die geführt werden muss. Eine große Mehrheit befürwortet jedoch klar ein Recht auf verschlüsselte Kommunikation. Das folgende Video von Youtuber CGP Grey fasst die Hauptargumente pro-Verschlüsselung anschaulich zusammen:

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