Samsungs UHD Blu-ray-Player ist schon auf dem Markt – aber es gibt noch keine Discs

Samsungs UBD K8500 UHD Blu-ray-Player (Screenshot von samsung.com)

Samsungs UBD K8500 UHD Blu-ray-Player (Screenshot von samsung.com)

Spätestens seit dem ersten Teil der Hobbit-Trilogie wird das Thema 4K diskutiert, bisweilen kontrovers. Es wurden Meinungen laut, die hohe digitale Bildschärfe töte jegliche cineastische Magie. Mittlerweile ist klar: 4K bzw. UHD (ultra high definition) ist der nächste Schritt auch auf dem Heimvideo-Markt. Der weltweit erste Player für die neuen UHD Blu-ray-Scheiben ist jetzt in den USA erhältlich – obwohl überhaupt noch keine Filme veröffentlicht wurden.

Das Gerät von Samsung, genannt UBD K8500, wurde auf der IFA 2015 in Berlin vorgestellt und sollte eigentlich Anfang März ausgeliefert werden. Einige Händler in den USA verkauften jedoch in den letzten Tagen bereits Exemplare – ob dies von Samsung so intendiert war oder nicht, ist unklar. 4K/UHD-Fernseher und -Monitore sind dagegen bereits seit längerer Zeit und von vielen Herstellern erhältlich.

Klar ist nur, dass es für den brandneuen Player noch keine passenden Medien gibt. Das UHD Blu-ray-Format wurde im Mai 2015 von dem Firmenzusammenschluss Blu-ray Disc Association spezifiziert. Außer Samsung bringt auch Panasonic in Kürze ein Abspielgerät auf den Markt. Discs können dagegen bisher nur vorbestellt werden: Unter anderem der Sci-Fi-Hit The Martian wird von Amazon voraussichtlich ab dem 1. März in UHD BR ausgeliefert.

Bis dahin ist der UBD K8500 aber nicht ganz überflüssig. Er spielt auch „normale“ Blu-rays, DVDs und CDs problemlos ab und kann wohl zum Streamen von 4K-Content verwendet werden, wovon unter anderem auf Youtube und Netflix bereits überraschend viel vorhanden ist.

4K auf 1080-Fernsehern – besseres Bild „Dank“ Chroma subsampling

Auch für uns rückständige Menschen, die noch vor einem Steinzeit-1080p-Bildschirm sitzen, können Filme, Serien etc. in 4K übrigens einen Mehrwert darstellen. Das liegt an einer technischen Praxis in der Industrie, dem so genannten chroma subsampling. Vereinfacht dargestellt: In den meisten Videodaten – 4K, 1080 oder geringer – besitzen vier Einzelpixel, die ein Quadrat formen, zwar unterschiedliche Helligkeitswerte, aber dieselben Farbwerte. Diese Methode zur Datenkompression hat sich durchgesetzt, da sich das Verhältnis von Qualitätsverlust zu Kompression als vorteilhaft erwiesen hat.

Wenn nun ein 1080p-Fernseher einen 4K-Stream wiedergibt, wird die etwa vierfache Auflösung heruntergerechnet – und damit der negative Effekt des chroma subsampling wieder aufgehoben. Dieser Effekt ist auch auf anderen Ebenen bemerkbar: Aus demselben Grund erscheint ein Youtube-Video schärfer, wenn es in 1080 statt in 720 dargestellt wird, auch wenn die effektive Auflösung des Bildschirms deutlich geringer ist (wie etwa das bei Notebooks verbreitete 1366×768). Das folgende Video stellt das sehr anschaulich dar:

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