2016 – Das schlimmste Jahr ever?

Keine Frage, 2016 war schon hart: Neben den Toden vieler berühmter, einflussreicher und vielgeliebter Menschen brachte das Jahr auch das Brexit und Donald Trump.

Aber kann man diesem allseits verdammten Jahr auch etwas Positives abgewinnen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Wettbewerbs auf Whicee.com, einer Plattform für niveauvolle Meinungsäußerung im Netz und gegen Hatespeech.

Ich habe auch einen Text beigetragen, der hier nachgelesen werden kann:
2016 – Eine Blaupause für echten Wandel

Sega und Brasilien: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Ein Sega Mega Drive (Foto: Bill Bertram/Pixel8, Lizenz: CC BY_SA 3.0)

Ein Sega Mega Drive (Foto: Bill Bertram/Pixel8, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Die Nachricht ist skurril genug, dass sie sogar in deutschen Medien Erwähnung fand: Das Sega Mega Drive, im kollektiven popkulturellen Bewusstsein immer ein unglücklicher Zweiter zum Super Nintendo, wird neu aufgelegt – und zwar in Brasilien. Die neue Konsole soll einen SD-Karten-Slot enthalten für ROMs von Spielen, aber auch die alten Module aufnehmen können.

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Transgender-feindliches Gesetz führt zur Verlegung des NBA-Allstar-Spiels

Das NBA All Star-Weekend 2016 in Toronto (Foto: Laslovarga auf Wikimedia, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Das NBA All Star-Weekend 2016 in Toronto (Foto: Laslovarga, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Sport ist Männersache, eine der letzten Bastionen ehrlicher, heterosexueller Maskulinität. Soweit das Klischee, das von der Realität deutlich abweicht: Natürlich sind auch viele der Millionen schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen oder transgender Menschen begeisterte Sportler_innen. Der kommerzielle Mainstream tut sich allerdings noch sehr schwer damit, gerade im deutschen Profifußball ist Homosexualität auch 2016 noch ein beschämendes Tabu.

Im US-Profisport ist die Lage, vielleicht überraschenderweise, anders: Die Ligen NBA (Basketball) und NFL (American Football) beispielsweise unterstützen sehr deutlich und lautstark die Anliegen der LGBT-Community. Die Fälle Jason Collins – der erste offen schwule Profi-Basketballer – und Michael Sam – der erste offen schwule Football-Spieler, der von einer NFL-Mannschaft gedraftet wurde – erzeugten Unmengen an überwiegend guter Publicity und hatten eine weltweite Signalwirkung.

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Die Oscar-nominierte Sängerin Anohni (Antony and the Johnsons) boykottiert die Verleihungsfeier

Die Sängerin Anohni

Die Sängerin Anohni

Anohni, früher bekannt als Antony Hegarty, Sängerin der Band Antony and the Johnsons, hat in einem Statement auf der Band-Webseite bekannt gegeben, dass sie die Oscar-Verleihung am kommenden Sonntag boykottiert. Anohni ist zusammen mit dem Komponisten J.Ralph in der Kategorie Best Original Song für den Titel „Manta Ray“ aus dem Dokumentarfilm „Racing Extinction“ nominiert. Sie ist nach der Komponistin Angela Morley (Nominierungen 1975 und 1978) die zweite transgender-Person, die für einen der weltweit wichtigsten Filmpreise nominiert wurde.

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Der „Asylabwehr“-Panzer und die Satire: Finde den Fehler

 

Karneval. Die fünfte Jahreszeit. Eine Gelegenheit, in jeder Hinsicht mal ordentlich auf die Kacke zu hauen. Wie mittlerweile bestens bekannt, wollten ein paar Narren in Thüringen der political correctness so richtig eins auswischen und fuhren mit einem nachgemachten Panzer auf – geschmückt von einem eisernen Kreuz und den Aufschriften „Asylpaket III“ und „Ilmtaler Asylabwehr“. Ein Zuschauer ließ die Kirche nicht im Dorf, es wurde publik, große Aufregung, die Staatsanwaltschaft ermittelt, und jetzt die Gegen-Aufregung: Ist das nicht Satire? Darf die nicht alles?

Die richtige Frage ist vielleicht nicht unbedingt: „Ist das legal?“, sondern eher „Ist das angemessen?“ Das würde im Zweifelsfall den Satiriker von der Zynikerin unterscheiden. Aber zunächst zwei weitere Karnevalsperlen anno 2016, frisch aus der deutschen Volkseele: Behausungen von „Indianern“, gemeint sind die Ureinwohner Nordamerikas, mit der sinngemäßen Beschriftung, dass diese sich „auch“ nicht der Einwanderung widersetzen konnten und nun in Reservaten lebten; und ein Wagen mit dem Banner: „Wir sitzen auf dem Pulverfass und Mutti sagt, wir schaffen das“. So weit, so beschämend.

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Benefiz-Speedrun-Marathon AGDQ 2016 hat begonnen

Es ist eine kleine, von Insider-Kultur geprägte Community, die aber stetig wächst: das Speedrunning. Vor allem in Live-Streams auf der Plattform Twitch.tv kämpfen Runner um Weltrekorde in populären oder obskuren Video- und Computerspielen, teils vor tausenden Zuschauern. In dieser Woche trifft sich die Szene in einem Hotel nahe Washington D.C. zum Jahres-Höhepunkt, dem Benefiz-Marathon Awesome Games Done Quick, kurz AGDQ. Bis einschließlich Sonntag, 10. Januar (deutscher Zeit) können auf dem AGDQ-Stream rund um die Uhr Live-Speedruns auf höchstem Level verfolgt werden. Weiterlesen