Glossar „Alt Right“: Neue Rechte in den sozialen Medien – Pepe

Eine Illustration zum Eintrag "Pepe" im Glossar "Alt Right" - Neue Rechte in den sozialen Medien

Dieser Teil der Reihe „Glossar Alt-Right“ widmet sich einem der skurrilsten Aspekte dieser neuen rechten Bewegung in den sozialen Medien: Dem Frosch Pepe. Pepe, eine ursprünglich unpolitische Comicfigur, wurde über Umwege ein beliebtes Meme und schließlich von der Alt Right vereinnahmt. Mittlerweile stufen manche Akteure und Organisationen die Froschfigur als „Hass-Symbol“ ein. Ihr Ursprung liegt in einem Comic für Erwachsene des Zeichners Matt Furie, wo Pepe im Jahr 2005 erstmalig auftauchte:

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Pepe’s Gesicht mit der Sprechblase „feels good man“ wurde zu einem Underground-Meme auf dem berüchtigten Forum 4chan. Dort wurde und wird der Frosch in vielen verschiedenen Formen, mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken und Sprechblasen gepostet, häufig, um sentimentale, nostalgische oder depressive Gespräche einzuleigen (so genannten „feels“-Threads). Daneben existieren aber mit Rage Frog oder Smug Frog auch andere Varianten.

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Microsofts Chatbot Tay ist naiv und überfordert. Was sagt das über künstliche Intelligenz?

Screenshot von tai.ai/ThingsToDo

Screenshot von tay.ai/ThingsToDo

Vor wenigen Tagen machte Microsoft Schlagzeilen mit Tay, einem Chatbot, der vor allem auf Twitter gepflegte Konversation betreiben sollte – ein Experiment in künstlicher Intelligenz. Tay ist darauf programmiert, zuzuhören, Geschichten zu erzählen und in Gesprächen dynamisch Antworten zu geben. Aufsehen erregte jedoch eher die Tatsache, dass Tay mit wenigen Tricks manipuliert werden konnte, äußerst menschenverachtende und unabgebrachte Meinungen nachzuplappern. Nach einer von Microsoft verordneten Zwangspause war Tay gestern ein zweites Mal kurz online – und erlitt prompt einen zweiten Zusammenbruch.

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„The Place Where The Internet Goes To Die“: 4chan-Gründer moot arbeitet jetzt für Google

Christopher Poole a.k.a. "moot" (Foto: Wikipedia-User Jscott, Ausschnitt)

Christopher Poole a.k.a. „moot“ (Foto: Wikipedia-User Jscott, Ausschnitt)

Wenn soziale Medien große Einkaufszentren sind, Orte zum Abhängen und socializen für die digital natives – dann ist 4chan.org die dunkle Ecke hinter dem Gebäude nahe der Mülltonnen, wo sich die Nerds und Freaks über obskure Videospiele, japanische Popkultur oder pubertäres Zeug unterhalten.

Die Community nennt sich selbst gerne the place where the internet goes to die. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Gründer der Webseite, Christopher Poole a.k.a. „moot“, seit neuestem Mitarbeiter von Google Inc. – und die Netzgemeinde zeigt sich ziemlich überrascht.

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