Crowdfunding-Projekt für veganes Kollektiv in Berlin

Veganismus ist trending – immer noch – und seit Jahren steigt die Zahl von Menschen, die versuchen, ihr Leben so weit wie möglich ohne tierische Produkte zu leben. Neben den ethischen Beweggründen, die bei einer solchen Entscheidung fast immer zentral sind, führt die andauernde Mainstream-Präsenz des veganen Gedankens aber auch zu einer Verdünnung eben dieser ethischen Ursprünge.

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Mit dadamachines ist die Welt dein Drumcomputer

Eine echter Schlagzeuger braucht kein teures Drumkit, um große Kunst zu erzeugen: Gerade Straßenmusiker_innen trommeln virtuos auf Töpfen, Eimern oder sonstigen Klangkörpern herum. Einem Drumcomputer hingegen bleibt solche Improvisation verwehrt: Er braucht immer eine oder mehrere Sounddateien oder analoge Synthesizer als Klangquellen, die dann in einem Rhythmus arrangiert werden.

So war das zumindest bis jetzt: Denn mit dadamachines hat der Berliner kreative Techniker Johannes Lobihler nun ein Gerät vorgestellt, das die Welt der natürlichen Klangkörper auch für elektronische Musik öffnet. Mit dem Hauptmodul „Automat“ werden bis zu 12 Motoren bzw. „Schläger“ angesteuert. Wie diese dann Sounds erzeugen, bleibt der Phantasie überlassen:  Wassergläser oder Klangschalen anschlagen, Behälter mit Kleinteilen bewegen und zum Vibrieren bringen oder ganz klassisch mit Schlegeln und Trommeln.

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Studie: EU muss Kohlekraftwerke bis 2030 schließen, um Pariser Klimavertrag einzuhalten

Ein Kraftwerk, Quelle: https://cdn.pixabay.com/photo/2013/03/01/18/50/blue-88068_960_720.jpg

Das Übereinkommen von Paris war ein Erfolg für Klimaschützer_innen weltweit: 195 Staaten hatten sich auf der Konferenz Ende 2015 ambitionierte Ziele gesetzt, um die Erderwärmung und den drohenden Klimawandel aufzuhalten.

Doch Absichten sind eine Sache; nachdem das Abkommen am 4. November 2016 in Kraft trat, müssen die Länder jetzt die tatsächlichen, massiven CO2-Reduktionen auf den Weg bringen. Das könnte vielleicht schwieriger sein, als bisher gedacht. Laut einer neuen Studie müssten alleine die EU-Staaten alle ihre Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2030 abschalten, um die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen.

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„Yolocaust“ – Provokante Kunstaktion zum Umgang mit dem Holocaust-Mahnmal

Eine der Fotomontagen (Screenshot von yolocaust.de)

Eine der Fotomontagen (Screenshot von yolocaust.de)

Es ist einer der touristischen Hotspots von Berlin: das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, auch Holocaust-Mahnmal genannt. Der Stararchitekt Peter Eisenman konzipierte das rund 19.000 Quadratmeter große Gelände, das seit 2005 globale Bekanntheit erlangt hat.

Mit den vielen Besucher_innen aus aller Welt wuchs aber auch ein Problem: Das Denkmal wird als Hintergrund für Selfies oder andere Fotos verwendet, auf den Betonquadern wird herumgeklettert oder -gesprungen. Dieser Umgang mit einem Ort des Gedenkens wird von manchen als respektlos, pietätlos oder unsensibel kritisiert.

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„Für das Recht auf legale Wege“: Tagung zu Fluchtbewegungen in Nordamerika und Europa

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Die so genannte „Flüchtlingskrise“ bestimmt noch immer die Nachrichten und den politischen Diskurs in Deutschland. Dabei kommen seit Monaten deutlich weniger Geflüchtete in Westeuropa an als noch 2015 oder Anfang 2016 – vor allem aufgrund des kontroversen Abkommens zwischen der EU und der Türkei.

Der Türkei-Deal ist seit dem Stichtag 20. März 2016 in Kraft und hat einen großen Teil der bürokratischen Abwicklungs-Maschinerie an die türkisch-griechische EU-Außengrenze verlegt – womit natürlich auch die äußerst unschönen Auswirkungen dieses Prozesses aus unserem direkten Sichtfeld verschwunden sind.

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„Über den Tellerrand“: Verständigung geht durch den Magen

Ein Kochkurs im Über den Tellerrand-Hub in Berlin (Foto: Laura Fiorio/Über den Tellerrand)

Ein Über den Tellerrand-Kochkurs in Berlin (Foto: Laura Fiorio/Über den Tellerrand)

Nicht nur Liebe geht durch den Magen – auch Verständigung, Respekt und gegenseitige Akzeptanz können durch kulinarischen Austausch erheblich gefördert werden. Döner, Pizza, Falafel, Cevapcici und Chop Suey: Die Spezialitäten von Einwanderer-Kulturen wurden im Regelfall sehr schnell und unbürokratisch in die deutsche Mehrheitsgesellschaft assimiliert.

Damit diese Entwicklung weitergeht, gibt es viele Gruppen und Initiativen, die sich den in Deutschland neu ankommenden Menschen widmen – und ihren Kochkünsten. Dazu gehört auch Über den Tellerrand kochen, die ihre Aktivitäten organisatorisch auf eine GmbH und einen gemeinnützigen Verein aufteilen.

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Back to Basics: „Line Wobbler“ ist ein experimentelles 1D-Videospiel

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Videospiele galten hierzulande noch bis weit in die 90er hinein als Kinderkram, pure Verblödung, lowest of the low in der Kulturindustrie. Dass auch sie eine Form von Kunst sind – mal Mainstream, mal Indie, mal artsy – ist in der deutschen und europäischen Kulturlandschaft ein noch relativ neues Sentiment.

Wie kunstvoll und faszinierend es aussehen kann, wenn innovative Designer mal back to basics gehen, anstatt neue Höchstleistungen in Photorealismus anzustreben, zeigt Line Wobbler. Der in London lebende Entwickler des experimentellen Spiels, Robin Baumgarten, nennt es „an experiment in minimalism“, was vor allem auf die Spiel-„Welt“ bezogen ist: Nicht in einer zwei- oder dreidimensionalen, sondern in einer eindimensionalen Umgebung findet das Abenteuer statt.

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Dieses Wochenende: Orientation Festival im Klunkerkranich, Neukölln

Noch nichts vor am kommenden Wochenende? Für Berliner_innen habe ich einen heißen Tipp: Das Orientation Festival im Klunkerkranich in Neukölln von Donnerstag, 18. bis Sonntag, 21. August. Der etwas seltsame Name leitet sich von „Orient“ ab – denn das viertägige Fest präsentiert „Musik, Küche, Kultur und Atmosphäre des sogenannten Orients, von Nordafrika bis zum Nahen Osten, von der Türkei bis nach Indien“.

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Hightech-Fahrradklingel kann navigieren, leuchten, klingeln und schützen

Fahrrad fahren macht Spaß, ist umweltfreundlich und in vielen Innenstädten schneller als ein Auto oder öffentlicher Nahverkehr. In Münster oder Kopenhagen ist das Fahrrad mittlerweile gar das am meisten genutzte Verkehrsmittel. Oft ist es aber gerade in Großstädten um die Sicherheit von Fahrradfahrer_innen schlecht bestellt: In Berlin beispielsweise hat eine Initiative vor kurzem einen Volksentscheid Fahrrad auf den Weg gebracht, der vor allem mehr und bessere Radwege fordert.

Für Sicherheit im Radverkehr ist es zentral, gesehen und gehört zu werden – und eine neue Hightech-Fahrradklingel möchte dabei helfen. Die Shoka Bell ist ein Fahrradcomputer auf Steroiden und kann einiges mehr als nur Kilometer zählen. Das System besteht aus einer am Lenker montierten Halterung, an die das eigentliche Gerät magnetisch „angeklippt“ wird.

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