Bot-Anwalt kämpft gegen Wohnungslosigkeit und für Geflüchtete

Screenshot von donotpay.co.uk

Screenshot von donotpay.co.uk

Am Anfang ging’s ganz simpel um Geld: Joshua Browder aus London störte sich an vermeintlich ungerechten Knöllchen in der englischen Hauptstadt, deren Straßenverkehr legendär chaotisch ist. Um das Verfahren für Einsprüche in solchen Fällen zu vereinfachen, konzipierte Browder eine Webseite mit einem „Robot-Rechtsanwalt“, der nach ein paar simplen Fragen automatisiert das Einspruch-Schreiben fertigstellte. DoNotPay wurde unerwarteterweise sehr populär und focht über 250.000 Knöllchen an.

Mit der Zeit, so erzählte Browder arstechnica UK, wurde klar, dass viele Menschen die Unterstützung eines kostenlosen virtuellen Rechtsanwalts gebrauchen können – und das bestimmt nicht nur in Bußgeldangelegenheiten. So wurde die Webseite erweitert, zunächst um die Funktion, Erstattungen für verspätete Flüge und Zugfahrten einzufordern.

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Virtueller Rechtsanwalt hat bereits 250.000 Knöllchen angefochten

Manchmal unfair: Knöllchen

Manchmal unfair: Knöllchen

Verwarnungen für Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz – umgangssprachlich als Knöllchen bekannt – sind ein heißes Thema. Legitim, Schikane, Gefahrenprävention, Abzocke – an Meinungen mangelt es nicht. Unbestritten ist aber, dass gerade Knöllchen für Parkvergehen oft für Unmut sorgen, weil beispielsweise Beschilderungen nicht eindeutig sind. Einen 19-jährigen Studenten der kalifornischen Universität Stanford ärgerte das sehr – und so schuf er einen automatisierten, virtuellen Rechtsanwalt, der Betroffenen hilft, die unfairen Knöllchen anzufechten.

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Microsofts Chatbot Tay ist naiv und überfordert. Was sagt das über künstliche Intelligenz?

Screenshot von tai.ai/ThingsToDo

Screenshot von tay.ai/ThingsToDo

Vor wenigen Tagen machte Microsoft Schlagzeilen mit Tay, einem Chatbot, der vor allem auf Twitter gepflegte Konversation betreiben sollte – ein Experiment in künstlicher Intelligenz. Tay ist darauf programmiert, zuzuhören, Geschichten zu erzählen und in Gesprächen dynamisch Antworten zu geben. Aufsehen erregte jedoch eher die Tatsache, dass Tay mit wenigen Tricks manipuliert werden konnte, äußerst menschenverachtende und unabgebrachte Meinungen nachzuplappern. Nach einer von Microsoft verordneten Zwangspause war Tay gestern ein zweites Mal kurz online – und erlitt prompt einen zweiten Zusammenbruch.

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