Energiewende in den USA: Atlanta will in 20 Jahren 100%-Ziel erreichen

Atlanta im US-Bundesstaat Georgia

Atlanta im US-Bundesstaat Georgia

Die globale Energiewende schwächelt in den letzten Jahren. Begleitend zum Aufstieg des Rechtspopulismus – etwa in den USA, England, Australien, Polen oder Ungarn – kommen Solarenergie, Windkraft und Co. unter Druck: Zum guten Ton „volksnaher“ Populisten gehört häufig eine Leugnung des Klimawandels und die Rückbesinnung auf fossile Brennstoffe. Kein Wunder: Donald Trump etwa hatte mit seinem Versprechen, den Bergbau zu „retten“ und Kohle wieder zu priorisieren, viele Wähler_innen gewonnen.

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Schwerer Schlag für UK-Solarindustrie: Massive Steuererhöhungen von bis zu 800% ab April

Quellle: https://pixabay.com/de/solarzellen-strom-photovoltaik-491703/

Für die Solarbranche im Vereinigten Königreich bricht bald eine harte Zeit an: Wie der Independent berichtet, wird voraussichtlich ab April eine Steuerbefreiung für Unternehmen gestrichen, die Elektrizität aus kleinen Solaranlagen für den Eigenbedarf nutzen. Der Schritt wird demnach in einer effektiven Steuererhöhung für die Anlagen von bis zu 800% resultieren.

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Studie: EU muss Kohlekraftwerke bis 2030 schließen, um Pariser Klimavertrag einzuhalten

Ein Kraftwerk, Quelle: https://cdn.pixabay.com/photo/2013/03/01/18/50/blue-88068_960_720.jpg

Das Übereinkommen von Paris war ein Erfolg für Klimaschützer_innen weltweit: 195 Staaten hatten sich auf der Konferenz Ende 2015 ambitionierte Ziele gesetzt, um die Erderwärmung und den drohenden Klimawandel aufzuhalten.

Doch Absichten sind eine Sache; nachdem das Abkommen am 4. November 2016 in Kraft trat, müssen die Länder jetzt die tatsächlichen, massiven CO2-Reduktionen auf den Weg bringen. Das könnte vielleicht schwieriger sein, als bisher gedacht. Laut einer neuen Studie müssten alleine die EU-Staaten alle ihre Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2030 abschalten, um die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen.

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Der „Energy Train“ – Energiespeicher-Revolution für Solar und Wind?

Die theoretische Funktionsweise des Energy Train (Screenshot von Youtube)

Die theoretische Funktionsweise des Energy Train (Screenshot von Youtube)

Energiespeicherung bei Überangebot und geringer Nachfrage – das ist die Achillesferse der ökologischen Energiewende. Kohle- oder Gaskraftwerke können nach Beliebten hoch- und runtergeregelt werden und damit dynamisch die Bedarfe von Industrie und Bevölkerung decken. Mit der Sonne und dem Wind ist das verständlicherweise etwas schwieriger.

Auf dem langen Weg in eine Gesellschaft, die 100% ihrer elektrischen Energie aus erneuerbaren Trägern – in Deutschland vor allem Solar- und Windkraft – bezieht, sind also großformatige Lösungen zur Speicherung von Energie schwer von Nöten. Regelmäßig anfallende Überproduktionen können so für Zeiten vorgehalten werden, in denen die Nachfrage die Produktion übersteigt.

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Goodbye, Kohle & Co: Projekte weltweit zielen auf 100% Versorgung durch erneuerbare Energie

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die kalifornische Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen - trotz Trump

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen

Bye-bye, fossile Brennstoffe: Die Zeit von Kohle, Erdgas und Co. geht (sehr) langsam, aber sicher auf ihr Ende zu, während weltweit immer mehr Projekte auf eine komplette Versorgung durch erneuerbare Energien abzielen. Costa Rica hat’s vorgemacht – warum sollte das nicht auch woanders klappen?

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Costa Rica erreicht 100% Versorgung durch erneuerbare Energie

Windkraftanlagen in Costa Rica (Foto: Sbeebe, Lizenz: CC BY 2.0, Ausschnitt)

Windkraftanlagen in Costa Rica (Foto: Sbeebe, Ausscbnitt, Lizenz: CC BY 2.0)

Auf dem Weg in eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe: Wie die Webseite Treehugger schreibt, wird der Strombedarf Costa Ricas seit über 100 Tagen ausschließlich durch erneuerbare Energien gedeckt. Das zentralamerikanische Land ist bekannt für eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik, im gesamten Jahr 2015 betrug der Anteil regenerativer Energiequellen in Costa Rica nach Medienberichten bereits 99%. Besonders hydroelektrische Wasserkraftanlagen haben an dieser Entwicklung großen Anteil.

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„Künstliches Blatt“: Neue Photosynthese-Zelle wandelt CO2 zu Treibstoff

Die Photosynthese-Zelle im Versuchsaufbau (Foto: University of Illinois at Chicago)

Die Photosynthese-Zelle im Versuchsaufbau (Foto: University of Illinois at Chicago)

Durchbruch in der Solarenergie-Forschung: Erstmals ist es Forscher_innen gelungen, mit Hilfe von Sonnenlicht COin brennbaren Treibstoff umzuwandeln. Das Team der University of Illinois at Chicago (UIC) hat eine Solarzelle entwickelt, die nicht nur schneller und effizienter arbeitet als bisherige Versuche der künstlichen Photosynthese von Brennstoff, sondern auch deutlich günstigere Rohstoffe verwendet. Das könnte den Weg öffnen zu einer breiten kommerziellen Anwendung der Methode.

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Solarturm in Nevada speichert Strom in geschmolzenem Salz

Das Crescent Dunes Solar Energy Project in Nevada (Foto: Amble auf Wikimedia, Ausschnitt, bearbeitet, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Das Crescent Dunes Solar Energy Project im US-Bundesstaat Nevada (Foto: Amble auf Wikimedia, Ausschnitt, bearbeitet, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Eine der großen Herausforderungen der globalen Energiewende liegt nicht nur im Bau von neuen und größeren Solaranlagen, sondern auch in den Bereichen Logistik und Infrastruktur. Strom aus konventionellen wie aus erneuerbaren Energien kann häufig nicht oder nur unzureichend gespeichert werden. Das führt mitunter zu paradoxen Situationen wie im Mai 2016: An einem besonders wind- und sonnenreichen Wochenende produzierten Wind- und Solarkraftanlagen auf Hochtouren. Weil gleichzeitig konventionelle Kraftwerke ihre Anlagen nicht drosselten, sank der Preis für diese Stromsorten zeitweise ins Negative.

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Energiewende bizarr: Am Sonntag kostete Kohle-Strom -24 Cent pro kW/h

Konventionelle Stromerzeugung (blauer Bereich), Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie (grüner Bereich), Stromverbrauch (rote Linie) und Strompreis (hellblaue Linie) in den vergangenen Tagen (Grafik: Agorameter des Thinktanks Agora Energiewende, abgerufen 10.5.2016, 12:45 Uhr)

Konventionelle Stromerzeugung (blauer Bereich), Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie (grüner Bereich), Stromverbrauch (rote Linie) und Strompreis (hellblaue Linie) in den vergangenen Tagen (Grafik: Agorameter des Thinktanks Agora Energiewende, abgerufen 11.5.2016, 12:45 Uhr)

Sonntag, der 8. Mai 2016 war ein sehr schöner Tag: viel Sonne und ein mal laues, mal stärkeres Lüftchen. Beste Voraussetzungen für einen Spaziergang und geradezu perfekt für erneuerbare Energien: Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland waren an diesem Tag so produktiv, dass sie zeitweise wohl über 90% des bundesweiten Energieverbrauchs deckten. Das geht aus dem Agorameter hervor, einem Statistik-Tool des Thinktanks Agora Energiewende.

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