Windenergie: Schottland produzierte am Sonntag mehr Strom als verbraucht wurde

Windräder im Sonnenuntergang (Foto: Robert Ott)

Windräder im Sonnenuntergang (Foto: Robert Ott)

Am vergangenen Sonntag wurde laut Independent in Schottland mit Windkraftanlagen so viel Strom erzeugt, dass der gesamte landesweite Tagesverbrauch davon hätte gedeckt werden können. 39.545 Megawattstunden, so der WWF Schottland, produzierten Windräder am 7. August demnach, gegenüber einem Verbrauch von 37.202 MWh. Das macht Hoffnung für die Zukunft erneuerbarer Energien und erinnert an eine Meldung aus dem Mai: Am Muttertagswochenende 2016 wurde in Deutschland so viel Strom aus Wind- und Solarkraft produziert, dass der Strompreis kurioserweise kurz ins Negative fiel.

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Solarturm in Nevada speichert Strom in geschmolzenem Salz

Das Crescent Dunes Solar Energy Project in Nevada (Foto: Amble auf Wikimedia, Ausschnitt, bearbeitet, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Das Crescent Dunes Solar Energy Project im US-Bundesstaat Nevada (Foto: Amble auf Wikimedia, Ausschnitt, bearbeitet, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Eine der großen Herausforderungen der globalen Energiewende liegt nicht nur im Bau von neuen und größeren Solaranlagen, sondern auch in den Bereichen Logistik und Infrastruktur. Strom aus konventionellen wie aus erneuerbaren Energien kann häufig nicht oder nur unzureichend gespeichert werden. Das führt mitunter zu paradoxen Situationen wie im Mai 2016: An einem besonders wind- und sonnenreichen Wochenende produzierten Wind- und Solarkraftanlagen auf Hochtouren. Weil gleichzeitig konventionelle Kraftwerke ihre Anlagen nicht drosselten, sank der Preis für diese Stromsorten zeitweise ins Negative.

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Wo früher Regenwald stand, schwimmen bald Solarzellen

Der Balbina-Stausee in Brasilien (Foto: Wikipedia-User Seabirds)

Der Balbina-Stausee in Brasilien (Foto: Wikipedia-User Seabirds)

England macht’s vor, Brasilien zieht nach: Während bei London gerade die größte schwimmende Solaranlage der Welt entsteht, hat auch die brasilianische Regierung ein Solarprojekt auf dem Wasser angekündigt. Auf dem Balbina-Stausee im Norden Brasiliens soll bis 2017 eine 50 000 Quadratmeter große Solaranlage entstehen. Das Projekt hat besondere Brisanz, da der in den 1980er Jahren geflutete Stausee als eines der größten Umweltverbrechen des Landes gilt.

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