Glossar „Alt Right“: Neue Rechte in den sozialen Medien – Social Justice Warrior (SJW)

Illustration zum Begriff Social Justice Warrior oder SJW

Die Abkürzung „SJW“ steht für social justice warrior oder deutsch: Krieger_in für soziale Gerechtigkeit.

In der Logik derjenigen, die ihn verwenden, ist der Begriff kein Angriff auf das generelle Konzept sozialer Gerechtigkeit, sondern eine vermeintlich entlarvende Bezeichnung für Individuen und Gruppen, die bestimmte soziale Ziele mit einem extremen, übermäßigen Eifer verfolgen und im Zuge dessen die Rechte und Freiheiten anderer Gruppen einschränken würden. In dieser Hinsicht war das Konzept des SJW anfangs mit dem Klischee der „Tumblrina“ verwandt. Dieses beschreibt eine naive, unreflektierte Userin der Blog-Plattform Tumblr, auf der ein linksliberaler, speziell LGBTQ- und transgenderfreundlicher Ton vorherrscht.

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„The Place Where The Internet Goes To Die“: 4chan-Gründer moot arbeitet jetzt für Google

Christopher Poole a.k.a. "moot" (Foto: Wikipedia-User Jscott, Ausschnitt)

Christopher Poole a.k.a. „moot“ (Foto: Wikipedia-User Jscott, Ausschnitt)

Wenn soziale Medien große Einkaufszentren sind, Orte zum Abhängen und socializen für die digital natives – dann ist 4chan.org die dunkle Ecke hinter dem Gebäude nahe der Mülltonnen, wo sich die Nerds und Freaks über obskure Videospiele, japanische Popkultur oder pubertäres Zeug unterhalten.

Die Community nennt sich selbst gerne the place where the internet goes to die. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Gründer der Webseite, Christopher Poole a.k.a. „moot“, seit neuestem Mitarbeiter von Google Inc. – und die Netzgemeinde zeigt sich ziemlich überrascht.

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Reddit: Das Anti-Facebook

What year is it? Die Startseite von Reddit sieht für 2016er Verhältnisse nicht gerade hip und modern aus

What year is it? Die Startseite von Reddit sieht für 2016er Verhältnisse nicht gerade hip aus

Für viele ist die Social Media-Seite Reddit das Anti-Facebook. Die Anonymität der User hält es weitgehend frei von Selbstinszenierung und betont dagegen Inhalte. Zur Account-Erstellung ist noch nicht einmal eine E-Mail-Adresse nötig, während Facebook schon bei der Registrierung um Adressbuch und Handynummer bettelt. Vielleicht am wichtigsten: Kein tief im Code verborgener Algorithmus formt den persönlichen Content-Feed zu einer gemütlichen Echo-Kammer immer derselben Meinungen; stattdessen liegt es ganz in der Hand der User_innen, sich in das Getümmel von unterschiedlichen Communities zu stürzen.

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