Google meets Raspberry Pi: Selbstbau-Kit für „Google Home“-Assistent

Nach dem Basteln: Ein Pi-Google Home im Eigenbau (Screenshot von Youtube)

Nach dem Basteln: Ein Pi-Google Home im Eigenbau (Screenshot von Youtube)

„Home“ heißt Googles Antwort auf den Trend zu sprachgesteuerten digitalen Assistenten: Ein formschönes, weißes Gerät, das durch die Integration von Google-Diensten nach Aufforderung alle möglichen Aufgaben erledigen kann. Das funktioniert auch ziemlich gut, meint chip.de im Test, und könnte Amazon Echo gut Konkurrenz machen. In den USA ist Google Home zum Preis von 129 US-Dollar (rund 120 Euro) bereits erhältlich.

Wer das etwas zu teuer findet für wenig mehr als eine Rechner-Einheit, ein Mikrofon und einen Lautsprecher, kann frohlocken: In Zusammenarbeit mit der Raspberry Pi Foundation, Machern des „30-Dollar-Computers“ Raspberry Pi, hat Google jetzt einen Selbstbau-Kit herausgebracht. Das Besondere: Der Bausatz wird mit der neuesten Ausgabe des offiziellen Pi-Magazins MagPi vertrieben – so wie früher die Detektiv-Sets oder Urzeit-Krebse in Yps- und Micky Maus-Heften.

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Glossar „Alt Right“: Neue Rechte in den sozialen Medien – Echokammer

Eine Illustration für den Eintrag "Echokammer" im Glossar "Alt Right" - Neue Rechte in den sozialen Medien

Der erste Artikel in dieser Reihe im neuen Jahr 2017 behandelt keinen konkreten Begriff oder Code innerhalb der Alt Right, sondern eine der technologischen Voraussetzungen für das Aufkommen und Erstarken dieser neuen rechten Bewegung: Die so genannte Echokammer.

Der Begriff stammt ursprünglich aus der Akustik und der Tontechnik und beschreibt einen Raum, der zu Aufnahmezwecken speziell konstruiert wurde, um einen Halleffekt zu erzeugen.

Im Social Media-Kontext wird mit dem Begriff Echokammer (auch Filterblase, englisch echo chamber oder filter bubble) der Zustand beschrieben, dass User_innen online häufig ausschließlich solche Inhalte und Meinungen präsentiert bekommen, denen sie ohnehin zustimmen.

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Glossar „Alt Right“: Neue Rechte in den sozialen Medien – Die dreifache Klammer

Dreifache Klamern oder "triple parentheses"

Die dreifache Klammer (englisch triple parentheses) ist ein Code, der in antisemitischen Kreisen innerhalb der Alt Right genutzt wird, um die Namen von Menschen (tatsächlich oder vermeintlich) jüdischer Herkunft in Texten zu kennzeichnen. Er erinnert auf fatale Weise an den so genannten „Judenstern“, den Menschen jüdischer Abstammung während des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland tragen mussten.

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Google beendet Project Ara – bad news für modulare Smartphones?

Screenshot von atap.google.com/ara/

Screenshot von atap.google.com/ara/

Project Ara ist am Ende: Wie The Verge berichtet, hat Google das Vorzeige-Projekt im Bereich modulare Smartphones eingestellt – obwohl die Ara-Webseite zur Zeit noch verspricht, im Herbst 2016 Entwickler-Muster zu verschicken. Ara basierte auf dem visionären 2013er Phonebloks-Konzept des Holländers Dave Hakkens und war Fokuspunkt vieler Hoffnungen in der modular tech-Szene.

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Google’s „Project Bloks“: Programmieren zum Anfassen

Anwendungsbeispiel für Googles "Project Bloks" (Screenshot von Youtube)

Anwendungsbeispiel für Googles „Project Bloks“ (Screenshot von Youtube)

Programmieren ist, glaubt man vielen Experten, Futuristen und Tech-Gurus, die literacy oder Literalität der Zukunft: Nur, wer eine der Sprachen beherrscht, mit denen Computer kontrolliert und Anwendungen geschaffen werden, wird demnach auf dem Arbeits- und Innovationmarkt einen hohen Wert haben. Ob das so kommen wird, sei dahingestellt. Fraglos ist aber, dass Programmieren schon jetzt eine wertvolle Fähigkeit ist. Immer häufiger wird deswegen auch die Frage gestellt, ob und wie Kinder schon früh mit Computer-Code in Berührung kommen sollten. Hierauf zielt Google ab mit Project Bloks.

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SpotMini: Die beste Freund-Maschine des Menschen

SpotMini, ein hundeähnlicher Roboter von Boston Dynamics (Screenshot von Youtube)

Ein Bier, bittesehr: SpotMini, ein Roboter von Boston Dynamics (Screenshot von Youtube)

Boston Dynamics machen wieder Furore: Vor einiger Zeit sorgte die Google-Tochterfirma mit dem humanoiden Roboter Atlas weltweit für Aufsehen. Jetzt hat das Unternehmen mit einem Video „SpotMini“ vorgestellt. Anstatt humanoid ist der Vierbeiner allerdings eher canioid bzw. hundeähnlich.

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Absage wegen Trump: Apple entzieht US-Republikanern die Unterstützung

Donald Trump 2015 (Foto: Flickr-User <a href="https://www.flickr.com/photos/80038275@N00/">Michael Vadon</a>, Ausschnitt, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/>CC BY-SA 2.0</a>)

Donald Trump 2015 (Foto: Flickr-User Michael Vadon, Ausschnitt, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Es gehört zu den Ritualen im politischen Establishment der USA: Der Tanz um Geld, Einfluss und PR. Gerade die Präsidentschaftswahlkämpfe sind horrende teuer, und hohe Spendeneinnahmen oder besonders großzügige Unterstützungen machen regelmäßig nationale Schlagzeilen. Große Unternehmen setzen dabei traditionell auf Diversifizierung und unterstützen beide politischen Lager sowie verschiedene Kandidat_innen, um sich möglichst breite Unterstützung für ihre Anliegen zu sichern. Das ist übrigens auch in Deutschland nicht anders.

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Erst Boston, jetzt Japan: Google-Tochterunternehmen stellt zweibeinigen Roboter vor

Nachdem vor einigen Wochen Boston Dynamics‘ Atlas-Roboter weltweit Aufsehen erregte mit seiner Beweglichkeit und Vielseitigkeit, hat jetzt ein weiteres Google-nahes Unternehmen einen humanoiden Roboter vorgestellt. Auf der Tokioter Messe New Economic Summit 2016 präsentierte Schaft, ein Tochterunternehmen von Googles Eigentümerin Alphabet Inc., am letzten Donnerstag den noch namenlosen Zweibeiner.

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Apps für Geflüchtete: Sprache, Orientierung, Teilhabe

Wir erinnern uns: „Geflüchtete mit Smartphones? Und die wollen hilfsbedürftig sein?“ Die meisten dieser Stimmen sind mittlerweile zum Glück verstummt, seit einer breiten Mehrheit in Politik und Gesellschaft bewusster wird, dass ein Internetzugang kein Luxus ist, sondern Menschenrecht sein sollte. Im Gegenteil: Viele Unternehmen und Initiativen nehmen die relativ breite Digitalisierung der Ankommenden – rund 80% sollen Zugang zu Smartphones haben – als Anlass, Hilfs-Apps zu programmieren, um Informationen und Unterstützung schnell und einfach zu verbreiten. Eine Auswahl:

 

Sprache

Viele der Apps widmen sich der Aufgabe, die Sprachbarriere etwas zu verringern. In RefuChat beispielsweise kann aus einer Liste viel benutzter Phrasen ausgewählt werden, die anschließend übersetzt und per Text oder Sprachausgabe ausgegeben werden. Das Programm beherrscht unter anderem Deutsch, Englisch und Arabisch und beruht auf dem crowdgefundeten und -gesourcten Projekt Refugee Phrasebook. Eher auf dem nachhaltigen Erlernen von Deutsch als Zweitsprache für Erwachsene liegt der Fokus der App phase6, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten Fremdsprachenverlag Hueber veröffentlicht wurde.

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„The Place Where The Internet Goes To Die“: 4chan-Gründer moot arbeitet jetzt für Google

Christopher Poole a.k.a. "moot" (Foto: Wikipedia-User Jscott, Ausschnitt)

Christopher Poole a.k.a. „moot“ (Foto: Wikipedia-User Jscott, Ausschnitt)

Wenn soziale Medien große Einkaufszentren sind, Orte zum Abhängen und socializen für die digital natives – dann ist 4chan.org die dunkle Ecke hinter dem Gebäude nahe der Mülltonnen, wo sich die Nerds und Freaks über obskure Videospiele, japanische Popkultur oder pubertäres Zeug unterhalten.

Die Community nennt sich selbst gerne the place where the internet goes to die. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Gründer der Webseite, Christopher Poole a.k.a. „moot“, seit neuestem Mitarbeiter von Google Inc. – und die Netzgemeinde zeigt sich ziemlich überrascht.

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