AfD bleibt offen für die extreme Rechte

"Fuck AfD"-Graffiti in Berlin-Neukölln (Foto: Robert Ott)

„Fuck AfD“-Graffiti in Berlin-Neukölln (Foto: Robert Ott)

EIn Kommentar von Robert Ott

Schadenfreude ist eine niedere Form der Freude – aber dennoch kann ich mir ein Schmunzeln meist nicht verkneifen, wenn (aus meiner bescheidenen Sicht) Idioten sich gegenseitig an die Gurgel gehen. So ging’s mir bei der Selbstzerfleischung der NPD oder bei Trumps letztem Fauxpas. Nur bei der AfD bleibt mir das Lachen manchmal im Halse stecken – weil Grabenkämpfe und interne Revolten diese einstige wirtschaftsorientierte „Anti-Euro-Partei“ zu einem veritablen Sammelbecken für seriös posierende Rechtsextremisten gemacht hat. Das Ziel: Die Salonfähigkeit von fremden- und demokratiefeindlichen Positionen.

Dasselbe Muster jetzt in Sachsen-Anhalt: Dort hat mit André Poggenburg ein strammer Rechtsnationaler den Landesvorsitz inne, der die Identifikation mit völkischer Ideologie nicht scheut. Unter der Führung von Daniel Roi, dem parlamentarischen Geschäftsführer der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt, wandte sich eine Gruppe von Abgeordneten im Juni gegen einen weiteren Rechtsruck der Partei und forderte eine klare Abgrenzung von NPD, identitärer Bewegung und anderen rechtsextremen Strömungen. Dafür sprach der Vorstand der Landespartei Roi jetzt eine Rüge aus.

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Vegan in Istanbul

Vegan sein ist schwer? Auf Reisen umso mehr? Von wegen! Ich liebe es, unterwegs neue vegane Entdeckungen zu machen. London beispielsweise ist ein vegan paradise: Wenn man nicht gerade Monate bleibt, muss man seine kulinarischen Ziele schon gut auswählen. Auch in Paris, eher weniger als Hauptstadt des pflanzlichen Essens bekannt, findet man mit etwas Recherche einige sehr gute Restaurants und Bistros.

Wie funktioniert das aber in Städten, in denen Veganismus erst seit kurzem im Kommen ist? Istanbul beispielsweise ist eine faszinierende Stadt, die ich in den letzten Jahren etliche Male besucht habe. Auf der Webseite Happy Cow finden sich sechs rein vegane Restaurants, Bars oder Cafés. Alle sechs existieren aber wohl erst seit ein oder zwei Jahren, und ich habe bisher leider keins besucht. In meiner Erfahrung war das Konzept „Vegan“ bisher nicht sehr präsent in Istanbul, doch das könnte sich ändern: Bei unserem letzten Besuch im Mai waren beispielsweise im Viertel Fatih vegane Graffiti zu sehen.

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