Digitaler Widerstand gegen Trump: NASA und US-Umweltbehörde starten alternative Twitter-Accounts

Donald Trump und sein Team verloren keine Zeit: Unmittelbar nach der Amtseinführung unterzeichnete der neue US-Präsident eine ganze Liste von so genannten executive orders, direkte Anweisungen, die der Präsident ohne Unterstützung des Kongresses erlassen kann. Damit leitete er unter anderem den Rückzug der USA vom TPP-Handelsabkommen ein, erschwerte Förderungen für Organisationen, die Abtreibung befürworten, erhöhte die „Sicherheit“ der Grenze zu Mexiko und ließ zwei gestoppte kontroverse Pipeline-Projekte wieder anlaufen.

Andere Änderungen an Erscheinungsbild und policy der US-Präsidentschaft waren etwas subtiler, aber ebenso zügig umgesetzt: Bereits wenige Stunden nach der Amtseinführung verschwand eine Webseite zum Thema Klimawandel spurlos von dem Auftritt des Weißen Hauses. Die Botschaft ist klar und deutlich: Von nun an wird die US-Regierung den Klimawandel nicht mehr als das behandeln, was er ist – belegter Fakt und wissenschaftlicher Konsens weltweit –, sondern als eine „Theorie“ unter vielen.

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England: Brexit-Befürworter blamiert sich im Radiointerview

Gespenst Brexit: Seit der überraschenden Entscheidung für das Verlassen der EU sind selbst viele der ehemaligen „Leave“-Befürworter im Vereinigten Königreich skeptisch geworden. Das einst glorreiche britische Pfund stürzt ab, die prominenten Anti-EU-Wahlkämpfer Boris Johnson und Nigel Farage hatten dreist gelogen – und die düpierte Rest-EU drängt auf einen schnellen und ökonomisch schmerzhaften Austritt, der wohl im kommenden Frühjahr beginnen wird.

Leave what?

Doch nicht alle, die gegen den Verbleib gestimmt hatten, sehen eine düstere Zukunft. Der selbständige Elektriker Ashley (Nachname unbekannt) aus Pinner im Nordosten Londons rief gestern in einer Radio-Talkshow des Senders LBC an, um seine Unterstützung für das Brexit zu bekräftigen. Er begrüße, dass die UK nach dem Austritt wieder „volle Kontrolle über die eigenen Gesetze“ haben werde – ein beliebtes Argument im „Leave“-Lager. Dafür wäre er bereit, „kurzfristige ökonomische Nachteile“ in Kauf zu nehmen.

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Absage wegen Trump: Apple entzieht US-Republikanern die Unterstützung

Donald Trump 2015 (Foto: Flickr-User <a href="https://www.flickr.com/photos/80038275@N00/">Michael Vadon</a>, Ausschnitt, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/>CC BY-SA 2.0</a>)

Donald Trump 2015 (Foto: Flickr-User Michael Vadon, Ausschnitt, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Es gehört zu den Ritualen im politischen Establishment der USA: Der Tanz um Geld, Einfluss und PR. Gerade die Präsidentschaftswahlkämpfe sind horrende teuer, und hohe Spendeneinnahmen oder besonders großzügige Unterstützungen machen regelmäßig nationale Schlagzeilen. Große Unternehmen setzen dabei traditionell auf Diversifizierung und unterstützen beide politischen Lager sowie verschiedene Kandidat_innen, um sich möglichst breite Unterstützung für ihre Anliegen zu sichern. Das ist übrigens auch in Deutschland nicht anders.

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