Indien setzt Zeichen für erneuerbare Energie: Riesen-Kohlekraftwerk wird nicht gebaut

Das Kraftwerk Neurath, größtest Kohlekraftwerk Deutschlands (Foto: Tetris L, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Das Kraftwerk Neurath, größtes Kohlekraftwerk Deutschlands (Foto: Tetris L, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Ende 2016 hatte Indien angekündigt, bis 2030 eine globale Supermacht in Sachen Solarenergie werden zu wollen. Jetzt folgen Taten: Wie der Independent berichtet, wurde der Bau eines geplanten sehr großen Kohlekraftwerks im Bundesland Gujarat nun gestoppt – zugunsten einer stärkeren Förderung von erneuerbaren Energien.

Das Kraftwerk mit einer geplanten Leistung von rund 4.000 Megawatt wäre demnach bereits das zweite so genannte ultra-mega power project oder UMPP in dem Bundesland gewesen. In der Größe wäre es vergleichbar zum nordrhein-westfälischen Kraftwerk Neurath – mit 4.400 Megawatt Leistung das größte deutsche und zweitgrößte europäische Kohlekraftwerk.

Die CO2-Einsparungen in Höhe von vermutlich 20 bis 30 Millionen Tonnen jährlich kann die gesamt-indische Klimabilanz dabei gut vertragen: Nach China und den USA ist Indien seit einigen Jahren der drittgrößte Produzent des Treibhausgases weltweit.

Goodbye, Kohle & Co: Projekte weltweit zielen auf 100% Versorgung durch erneuerbare Energie

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die kalifornische Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen - trotz Trump

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Bye-bye, fossile Brennstoffe: Die Zeit von Kohle, Erdgas und Co. geht (sehr) langsam, aber sicher auf ihr Ende zu, während weltweit immer mehr Projekte auf eine komplette Versorgung durch erneuerbare Energien abzielen. Costa Rica hat’s vorgemacht – warum sollte das nicht auch woanders klappen?

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Dieses Wochenende: Orientation Festival im Klunkerkranich, Neukölln

Noch nichts vor am kommenden Wochenende? Für Berliner_innen habe ich einen heißen Tipp: Das Orientation Festival im Klunkerkranich in Neukölln von Donnerstag, 18. bis Sonntag, 21. August. Der etwas seltsame Name leitet sich von „Orient“ ab – denn das viertägige Fest präsentiert „Musik, Küche, Kultur und Atmosphäre des sogenannten Orients, von Nordafrika bis zum Nahen Osten, von der Türkei bis nach Indien“.

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Negative CO2-Bilanz, Happiness-Index und Degrowth: Vorbild Bhutan?

Thimpu, die Hauptstadt von Bhutan (Foto: Wikipedia-User Christopher Fynn)

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Kohlenstoffdioxid, auch bekannt als CO2, ist in aller Munde, wenn es um Klima und Umwelt geht. Autos, Flugzeuge und Industrie stoßen das Treibhausgas aus, das den Klimawandel voran treibt. Bei internationalen Klimaschutzbemühungen, wie zuletzt bei der Pariser UN-Klimakonferenz, geht es deswegen zentral um die Reduktion von CO2-Emissionen. Taugt ein kleines Land im Himalaya hier der Welt zum Vorbild? Jedenfalls scheint Bhutan das einzige Land der Welt zu sein, das eine negative CO2-Bilanz hat, also weniger von dem Gas produziert, als seine Fauna absorbiert.

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„4-Dollar-Smartphone“ Freedom 251: Indiens digitale Revolution oder Marketing-Stunt?

Screenshot der Seite freedom251.com

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Es war eine der skurrilsten Tech-Meldungen der letzten Zeit: das so genannte „4-Dollar-Smartphone“ Freedom 251. Die indische Firma Ringing Bells, die bisher anscheinend weder im Technologie-Sektor noch anderswo aufgefallen war, kündigte ein unter- bis mittelklassiges Android-Smartphone für den Preis von 251 indischen Rupien an, umgerechnet rund 3,65 US-Dollar oder 3,28 Euro. Das ist selbst für unterste Spezifikationen haarsträubend günstig, und Kommentatoren frohlockten, dies könnte das Gerät sein für die rund 800 Millionen (!) Inder_innen, die noch keinen Zugang zum Internet haben, und so Indiens wirtschaftlichen Boom weiter beflügeln.

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