Studie: EU muss Kohlekraftwerke bis 2030 schließen, um Pariser Klimavertrag einzuhalten

Ein Kraftwerk, Quelle: https://cdn.pixabay.com/photo/2013/03/01/18/50/blue-88068_960_720.jpg

Das Übereinkommen von Paris war ein Erfolg für Klimaschützer_innen weltweit: 195 Staaten hatten sich auf der Konferenz Ende 2015 ambitionierte Ziele gesetzt, um die Erderwärmung und den drohenden Klimawandel aufzuhalten.

Doch Absichten sind eine Sache; nachdem das Abkommen am 4. November 2016 in Kraft trat, müssen die Länder jetzt die tatsächlichen, massiven CO2-Reduktionen auf den Weg bringen. Das könnte vielleicht schwieriger sein, als bisher gedacht. Laut einer neuen Studie müssten alleine die EU-Staaten alle ihre Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2030 abschalten, um die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen.

Weiterlesen

Digitaler Widerstand gegen Trump: NASA und US-Umweltbehörde starten alternative Twitter-Accounts

Donald Trump und sein Team verloren keine Zeit: Unmittelbar nach der Amtseinführung unterzeichnete der neue US-Präsident eine ganze Liste von so genannten executive orders, direkte Anweisungen, die der Präsident ohne Unterstützung des Kongresses erlassen kann. Damit leitete er unter anderem den Rückzug der USA vom TPP-Handelsabkommen ein, erschwerte Förderungen für Organisationen, die Abtreibung befürworten, erhöhte die „Sicherheit“ der Grenze zu Mexiko und ließ zwei gestoppte kontroverse Pipeline-Projekte wieder anlaufen.

Andere Änderungen an Erscheinungsbild und policy der US-Präsidentschaft waren etwas subtiler, aber ebenso zügig umgesetzt: Bereits wenige Stunden nach der Amtseinführung verschwand eine Webseite zum Thema Klimawandel spurlos von dem Auftritt des Weißen Hauses. Die Botschaft ist klar und deutlich: Von nun an wird die US-Regierung den Klimawandel nicht mehr als das behandeln, was er ist – belegter Fakt und wissenschaftlicher Konsens weltweit –, sondern als eine „Theorie“ unter vielen.

Weiterlesen

Goodbye, Kohle & Co: Projekte weltweit zielen auf 100% Versorgung durch erneuerbare Energie

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die kalifornische Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen - trotz Trump

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen

Bye-bye, fossile Brennstoffe: Die Zeit von Kohle, Erdgas und Co. geht (sehr) langsam, aber sicher auf ihr Ende zu, während weltweit immer mehr Projekte auf eine komplette Versorgung durch erneuerbare Energien abzielen. Costa Rica hat’s vorgemacht – warum sollte das nicht auch woanders klappen?

Weiterlesen

Neues Konzept für Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Nutzung

Konzept für ein kombininertes Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Sammler (Screenshot von trendintech.com)

Konzept für ein kombiniertes Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Sammler (Screenshot von trendintech.com)

Der Fortschritt im Bereich nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien bleibt nicht bei „einfachen“ Solaranlagen stehen: Wissenschaftler_innen aus Malaysia und China haben jetzt ein Konzept vorgelegt für ein kombiniertes Solar- und Windkraft-Dach. Der charakteristische V-förmige Aufbau optimiert demnach den Energieertrag durch Windkraft dank des Venturi-Effekts.

Weiterlesen

„Künstliches Blatt“: Neue Photosynthese-Zelle wandelt CO2 zu Treibstoff

Die Photosynthese-Zelle im Versuchsaufbau (Foto: University of Illinois at Chicago)

Die Photosynthese-Zelle im Versuchsaufbau (Foto: University of Illinois at Chicago)

Durchbruch in der Solarenergie-Forschung: Erstmals ist es Forscher_innen gelungen, mit Hilfe von Sonnenlicht COin brennbaren Treibstoff umzuwandeln. Das Team der University of Illinois at Chicago (UIC) hat eine Solarzelle entwickelt, die nicht nur schneller und effizienter arbeitet als bisherige Versuche der künstlichen Photosynthese von Brennstoff, sondern auch deutlich günstigere Rohstoffe verwendet. Das könnte den Weg öffnen zu einer breiten kommerziellen Anwendung der Methode.

Weiterlesen

Negative CO2-Bilanz, Happiness-Index und Degrowth: Vorbild Bhutan?

Thimpu, die Hauptstadt von Bhutan (Foto: Wikipedia-User Christopher Fynn)

Thimpu, die Hauptstadt von Bhutan (Foto: Wikipedia-User Christopher Fynn)

Kohlenstoffdioxid, auch bekannt als CO2, ist in aller Munde, wenn es um Klima und Umwelt geht. Autos, Flugzeuge und Industrie stoßen das Treibhausgas aus, das den Klimawandel voran treibt. Bei internationalen Klimaschutzbemühungen, wie zuletzt bei der Pariser UN-Klimakonferenz, geht es deswegen zentral um die Reduktion von CO2-Emissionen. Taugt ein kleines Land im Himalaya hier der Welt zum Vorbild? Jedenfalls scheint Bhutan das einzige Land der Welt zu sein, das eine negative CO2-Bilanz hat, also weniger von dem Gas produziert, als seine Fauna absorbiert.

Weiterlesen

Ethik und Öko: „Falsches“ vs. „natürliches“ Fleisch

Getrockneter Tofu - noch "fake" oder schon "natürlich"? (Foto: Wikipedia-User Sltan)

Tofu – schon „fake“ oder noch „natürlich“? (Foto: Wikipedia-User Sltan, Ausschnitt)

Eine der häufigsten Diskussionen zwischen Menschen, die vegan leben und solchen, die das nicht tun, dreht sich um fake meat – das „falsche“ Fleisch, Ersatzprodukte, pflanzliche Burger, Wurst und Käse. Impliziert wird häufig, dass man mit veganer Ernährung doch (mutmaßlich) so viel richtig mache in Sachen Nachhaltigkeit und Gesundheit – warum dann etwas „Unnatürliches“ zu sich nehmen? Auch die Medien schießen gerne mit: „So ungesund ist vegetarischer Fleischersatz“, schreibt etwa jüngst der Kölner Stadt-Anzeiger. Das beliebte Argument: Wenn sie schon nicht so gut schmeckten, sollten die Produkte doch „wenigstens“ gesünder sein als echtes Fleisch.

Weiterlesen