(Falschmeldung) Geflüchteter stirbt nach tagelangem Anstehen in der Kälte: Kritik am LaGeSo brandet wieder auf

 

Wartende am LaGeSo, August 2015 (Foto: Flickr-User Sebaso, Ausschnitt)

Wartende am LaGeSo, August 2015 (Foto: Flickr-User Sebaso, Ausschnitt)

Update, 28.1.2016, 9:30 Uhr:
Ich hätte es nicht für möglich gehalten (und Moabit Hilft anscheinend auch nicht), aber der vermeintliche tragische Todesfall am LaGeSo scheint frei erfunden zu sein.  Im Rückblick wird klar, dass ich, wie viele andere Medien es getan haben, die Darstellungen in den Konjunktiv hätte setzen müssen. Zu Dokumentations-Zwecken bleibt der nicht-kursive Text dieses Artikels so bestehen, wie er ursprünglich veröffentlicht wurde.

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LaGeSo: Symbol des Versagens

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin, auch LaGeSo genannt, ist mittlerweile bekannt und berüchtigt aus Medien weltweit. In dem Amt im Stadtteil Moabit befindet sich die ZAA, die Zentrale Annahmestelle für Asylbewerber. Hier werden Menschen registriert, die in Deutschland Asyl beantragen wollen und in Berlin angekommen sind. Sie bekommen einen Platz in einer Unterkunft zugewiesen, meist ein so genanntes Flüchtlingsheim, ihre elementare Grundversorgung wird gesichert und sie werden auf den Behördenweg in Richtung Asylantrag geschickt.

So jedenfalls sollte es idealerweise laufen – tut es aber seit Monaten schon nicht mehr. Von einer mir nahestehenden Person, die auf demselben Gelände arbeitet, kriege ich etwa seit Frühjahr täglich Updates über die Situation am LaGeSo. Ich hörte von überlangen Warteschlangen, von hunderten, bald tausenden kampierenden Menschen ohne Wasser- und Toilettenversorgung, noch bevor das Wort „LaGeSo“ zum Allgemeinplatz in den Medien wurde. Weiterlesen