Crowdfunding-Projekt für veganes Kollektiv in Berlin

Veganismus ist trending – immer noch – und seit Jahren steigt die Zahl von Menschen, die versuchen, ihr Leben so weit wie möglich ohne tierische Produkte zu leben. Neben den ethischen Beweggründen, die bei einer solchen Entscheidung fast immer zentral sind, führt die andauernde Mainstream-Präsenz des veganen Gedankens aber auch zu einer Verdünnung eben dieser ethischen Ursprünge.

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Kwiggle: Das kleinste Faltrad der Welt auf Kickstarter

Falt- oder Klappräder sind keine neue Erfindung: Bereits 1878 wurde in England das weltweit erste Patent für ein klappbares Rad eingereicht. Populär wurden die einfach tragbaren Fahrräder allerdings erst in den 1960er und -70er Jahren. Im Zuge von Energiewende und einem generellen Umdenken in der urbanen Mobilität sind Falträder seit Jahren wieder im Trend.

Aus Hannover kommt jetzt eine Innovation in dem Feld: Der Ingenieur Karsten Bettin hat mit dem „Kwiggle“ das kompakteste und kleinste Faltrad der Welt entworfen. Mit rund 60% der Größe von ähnlichen Produkten bei 8,5 kg Gewicht sei der Kwiggle eine Klasse für sich. Zusammengefaltet sei das Rad sogar klein genug, um als Handgepäck mit an Bord eines Flugzeuges genommen zu werden.

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Hightech-Fahrradklingel kann navigieren, leuchten, klingeln und schützen

Fahrrad fahren macht Spaß, ist umweltfreundlich und in vielen Innenstädten schneller als ein Auto oder öffentlicher Nahverkehr. In Münster oder Kopenhagen ist das Fahrrad mittlerweile gar das am meisten genutzte Verkehrsmittel. Oft ist es aber gerade in Großstädten um die Sicherheit von Fahrradfahrer_innen schlecht bestellt: In Berlin beispielsweise hat eine Initiative vor kurzem einen Volksentscheid Fahrrad auf den Weg gebracht, der vor allem mehr und bessere Radwege fordert.

Für Sicherheit im Radverkehr ist es zentral, gesehen und gehört zu werden – und eine neue Hightech-Fahrradklingel möchte dabei helfen. Die Shoka Bell ist ein Fahrradcomputer auf Steroiden und kann einiges mehr als nur Kilometer zählen. Das System besteht aus einer am Lenker montierten Halterung, an die das eigentliche Gerät magnetisch „angeklippt“ wird.

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Volksentscheid Fahrrad in Berlin: Erstes Etappenziel in Sicht

Fahrradverkehr in Kopenhagen (Foto: Volkentscheid Fahrrad/Norbert Michalke)

Fahrradverkehr in Kopenhagen (Foto: Volkentscheid Fahrrad/Norbert Michalke)

2014 zog ich nach Berlin und verließ Münster, die Stadt, in der ich zehn Jahre gelebt hatte. Das ging nicht ganz ohne Wehmut von statten: Ich hatte mich an Münster gewöhnt, an die pittoreske Altstadt, den exquisiten Flohmarkt, die sehr junge, studentische Kulturszene – und auch an die kurzen Wege. Unter zehn Minuten dauerten Fahrradfahrten von unserer Südviertel-Wohnung zur Arbeit im Zentrum, zum Hauptbahnhof, zur Uni, zum See und zum Ausgeh-Viertel am Hafen.

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Ist das vegan? Restaurants und Schubladen

Krawummel in Münster (Foto: Robert Ott)

Krawummel in Münster (Foto: Robert Ott)

In einem Artikel für die Washington Post stellte eine Autorin vor einigen Tagen ein neues, veganes Restaurant in der Stadt vor – mit dem Aufhänger, dass dort jede Erwähnung des Wortes „vegan“ vermieden werde. Zu oft, so der Inhaber, werde man damit in eine Schublade gesteckt. Gäste würden sein Restaurant gar nicht betreten oder nur mit der Erwartung, auf „einiges verzichten zu müssen“. Stattdessen bezeichnet er seine Speisen als „100% plant based“.

Auch in Deutschland gibt es das hin und wieder, beispielsweise in Münster. 2013 eröffnete hier Krawummel, das erste rein pflanzliche Restaurant der Stadt. Auch dort wird man das Wort „vegan“ vergeblich suchen. In einem Interview weichen die Eigentümer_innen der Frage nach der „Schublade Vegan“ zunächst aus und betonen, dass sie nicht nur eine bestimmte Klientel anziehen wollen. Das funktioniert: An einer belebten Einkaufsstraße gelegen, bekommt der freundlich und hip eingerichtete Laden sehr viel Laufpublikum aller Altersklassen.

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Von der Frauenstraße zum Zollamt: Hausbesetzungen in Münster

Seit dem letzten Wochenende ist in Münster wieder ein Haus besetzt: das ehemalige Hauptzollamt an der Sonnenstraße, unweit von Innenstadt und Hauptbahnhof an der Promenade gelegen. Die Gruppe von Besetzer_innen beruft sich auf Leerstand, Wohnraumknappheit und das Fehlen eines selbstverwalteten sozial-kulturellen Zentrums und kann damit bei Nachbarschaft, Stadtgesellschaft und Medien durchaus Sympathiepunkte sammeln.

Das Gebäude, das sich im Besitz des Bundes befindet und von der ungeliebten BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) verwaltet wird, ist seit drei Jahren ungenutzt. Ohne Zweifel ein Unding für ein Objekt in gutem Zustand und in bester Lage, besonders angesichts der katastrophalen Wohnungssituation. Weiterlesen

Provinzielle Medienlandschaften: Journalismus und Krise in Münster

Die Medienlandschaft der Fahrrad-, Tatort- und Unistadt Münster ist seit langem überschaubar: Es gibt die zwei Tageszeitungen Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung, eine Straßenzeitung sowie ein paar Stadt- und Veranstaltungsmagazine. Seit letztem Jahr ist diese, für eine Großstadt sehr übersichtliche Auswahl noch geschrumpft, da die von der Insolvenz bedrohte MZ vom WN-Verlag Aschendorff übernommen wurde und die Inhalte beider Zeitungen seitdem fast deckungsgleich sind. Eine Initiative möchte jetzt eine Alternative mit dem Namen „Die Andere Zeitung“ auf den Weg bringen. Weiterlesen