Nachhaltigkeits-Revolution aus Schweden? „Diro“ wäscht Kleidung ohne Waschmittel

Das Swatab-Diro-System (Screenshot von swatab.com)

Das „Diro“-System von Swatab (Screenshot von swatab.com)

Wasser ist eines der Themen, an denen sich die ökologischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit am deutlichsten kreuzen. Für viele Menschen weltweit ist der Zugang zu sauberem Wasser noch immer stark eingeschränkt. Gleichzeitig werden in vielen Schwellen- und industrialisierten Ländern vorhandene Frischwasserressourcen durch Chemikalien und Abwässer verunreinigt. Das schwedische Unternehmen Scandinavian Water Technologies, kurz Swatab, hat etwas dagegen: Ein System, dass unsere Art, Textilien zu waschen, revolutionieren könnte.

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Studie: EU muss Kohlekraftwerke bis 2030 schließen, um Pariser Klimavertrag einzuhalten

Ein Kraftwerk, Quelle: https://cdn.pixabay.com/photo/2013/03/01/18/50/blue-88068_960_720.jpg

Das Übereinkommen von Paris war ein Erfolg für Klimaschützer_innen weltweit: 195 Staaten hatten sich auf der Konferenz Ende 2015 ambitionierte Ziele gesetzt, um die Erderwärmung und den drohenden Klimawandel aufzuhalten.

Doch Absichten sind eine Sache; nachdem das Abkommen am 4. November 2016 in Kraft trat, müssen die Länder jetzt die tatsächlichen, massiven CO2-Reduktionen auf den Weg bringen. Das könnte vielleicht schwieriger sein, als bisher gedacht. Laut einer neuen Studie müssten alleine die EU-Staaten alle ihre Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2030 abschalten, um die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen.

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Ohne Tiere, ohne Öl: MycoWorks erschaffen Leder und Kunststoffe aus Pilzen

Ein Stück Pilzleder von MycoWorks (Screenshot von Youtube)

Ein Stück Pilzleder von MycoWorks (Screenshot von Youtube)

Seit Anfang des Jahres schreibe ich regelmäßig über Politik, Kultur und Nachhaltigkeit auf diesem Blog. Der mit Abstand meistgelesene Text ist dabei überraschenderweise nicht ein politischer Kommentar oder ein hochaktuelles Netzkultur-Stimmungsbild – sondern eine Meldung über einen  lederähnlichen Stoff namens „Muskin“ aus Pilzen.

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Der Mensch als Akku: Neue Smartwatch wird von Körperwärme angetrieben

Die Matrix Power Watch (Screenshot von Youtube)

Die Matrix Power Watch (Screenshot von Youtube)

37 Grad Celsius: Das ist die durchschnittliche Körperwärme eines Menschen, die unser Organismus trotz Wind, Wetter und widrigen Umständen erstaunlich akkurat aufrechterhält. Eine beeindruckende Leistung, schließlich verbrennt ein durchschnittlicher Mensch rund 2000 kcal pro Tag, was etwa 2,3 Kilowattstunden entspricht. Könnte man bei der ganzen Energieerzeugung nicht vielleicht etwas abzweigen – zum Beispiel zur Versorgung unserer so überaus wichtigen persönlichen Elektronik-Gadgets, die ja heutzutage nicht selten unter chronischer Akku-Schwachheit leiden?

Das dachte sich auch die US-Firma Matrix und entwickelte eine Smartwatch, die ihren gesamten Energiebedarf durch die Körperwärme ihres „Wirtes“ deckt und somit niemals aufgeladen werden muss. Die „Matrix Power Watch“ enthält Kühlrippen an ihrem Gehäuse, die dafür sorgen, dass zwischen Uhr und Arm stets ein Wärmeunterschied herrscht. Dieser Unterschied kann anschließend ausgenutzt werden, so dass die Uhr thermoelektrisch angetrieben werden kann.

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Die Zukunft der Landwirtschaft? Farm in Australien braucht nur Meerwasser und Solarenergie

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die ersten Auswirkungen sind bereits zu spüren: Die Landwirtschaft wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark verändern. Gesellschaftliche Trends zeigen immer noch in Richtung bio, nachhaltig, vegan – und die Industrie wird sich dem anpassen müssen. Vertical Farming beispielsweise reduziert die benötigte Fläche für den Anbau von Nutzpflanzen deutlich, während gleichzeitig Transportwege zu den Endabnehmern stark verringert werden.

Ein anderer Ansatz wird in Australien bereits praktiziert. Die Sundrop-Farm im südaustralischen Port Augusta ist genügsam: Sie benötigt keinen Erdboden, keine Pestizide, keine externe Energie und kein externes Frischwasser. Auf 20 Hektar (200.000 Quadratmeter) produziert die Anlage in Hydrokultur-Gewächshäusern Obst und Gemüse. Der Clou: Die Wasserzufuhr wird durch entsalzenes Meerwasser gesichert, während eine Solaranlage den gesamten Energiebedarf deckt.

Damit demonstriert Sundrop, dass landwirtschaftliche Betriebe mit moderner Technologie und den richtigen Rahmenbedingungen autark von externer Infrastruktur und trotzdem effizient produzieren können. Angesichts der weiterhin stark wachsenden Erdbevölkerung (fast 10 Milliarden bis 2050 laut UN-Prognose) könnte dieses Konzept ein Blick auf die Zukunft nachhaltiger Landwirtschaft sein.

Taifun als Energiequelle: Japanische Firma entwickelt ein Extremwind-Kraftwerk

Windkraft ist eine tolle Sache – Stromerzeugung mit Windrädern gehört mittlerweile weltweit zum Rückgrat des Sektors erneuerbare Energie. Ein fun fact über Windräder ist, dass sie quasi nicht „überproduzieren“ dürfen: Bei sehr starkem Wind und zu hohen Rotationsgeschwindigkeiten drohen Schäden bis hin zum Totalausfall. Was passieren kann, wenn ein Rad massiv überlastet ist und nicht gedrosselt wird, zeigt ein Video aus dem südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, das sich im August viral verbreitete:

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Neues Konzept für Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Nutzung

Konzept für ein kombininertes Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Sammler (Screenshot von trendintech.com)

Konzept für ein kombiniertes Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Sammler (Screenshot von trendintech.com)

Der Fortschritt im Bereich nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien bleibt nicht bei „einfachen“ Solaranlagen stehen: Wissenschaftler_innen aus Malaysia und China haben jetzt ein Konzept vorgelegt für ein kombiniertes Solar- und Windkraft-Dach. Der charakteristische V-förmige Aufbau optimiert demnach den Energieertrag durch Windkraft dank des Venturi-Effekts.

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Manila goes electric: Philippinische Hauptstadt will Benzin-Trikes mit E-Mobilen ersetzen

Benzin-Trikes wie dieses sollen in Manila in Kürze durch E-Mobile ersetzt werden

Benzin-Tricycles wie dieses sollen in Manila in Kürze durch E-Mobile ersetzt werden

Auf einen Schlag elektrisch: Laut Medienberichten plant die Regierung der philippinischen Hauptstadt Manila, ab Mitte Oktober 2016 die elektrischen Tricycles des öffentlichen Nahverkehrs (auch „Trikes“ genannt) durch elektrische Varianten zu ersetzen. Offenbar sollen die Trikes zunächst in einem Pilotprojekt im Viertel Binondo eingesetzt werden.

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Nachhaltige Super-Socken aus recycelten Klamotten

Screenshot von osombrand.com

Screenshot von osombrand.com

Fair, vegan, bio – nicht nur nachhaltige Lebensmittel sind ein großes Thema der Stunde, sondern auch nachhaltige Kleidung. Schon mal versucht, einen veganen, fair hergestellten Schuh in der Größe 48.5 zu finden? Der vielleicht sogar optisch ansprechend ist? Ich spreche aus persönlicher Erfahrung, wenn ich sage: Es ist nicht leicht.

Das Fairtrade-Klamotten-Business ist, trotz noch relativ geringer Umsätze verglichen mit den riesigen Kleidungsmarken und -händlern, viel PR und viel Überzeugungsarbeit. Es fehlt schlicht an wirklich umfassend bekannten und etablierten Standards, die eine faire Behandlung und Bezahlung von Arbeiter_innen sowie fair gehandelte Rohstoffe zweifelsfrei beweisen würden.

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Costa Rica erreicht 100% Versorgung durch erneuerbare Energie

Windkraftanlagen in Costa Rica (Foto: Sbeebe, Lizenz: CC BY 2.0, Ausschnitt)

Windkraftanlagen in Costa Rica (Foto: Sbeebe, Ausscbnitt, Lizenz: CC BY 2.0)

Auf dem Weg in eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe: Wie die Webseite Treehugger schreibt, wird der Strombedarf Costa Ricas seit über 100 Tagen ausschließlich durch erneuerbare Energien gedeckt. Das zentralamerikanische Land ist bekannt für eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik, im gesamten Jahr 2015 betrug der Anteil regenerativer Energiequellen in Costa Rica nach Medienberichten bereits 99%. Besonders hydroelektrische Wasserkraftanlagen haben an dieser Entwicklung großen Anteil.

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