Finnland: Pilotprojekt mit selbstfahrenden Shuttle-Bussen

Selbstfahrende Autos sind ein Thema der Stunde. Im Spannungsfeld zwischen Fortschritt der Automation und Sicherheitsrisiken werden Systeme wie Tesla Autopilot und Vorfälle wie der tödliche Unfall eines Tesla-Fahrers vor einigen Wochen kontrovers diskutiert. In Finnland werden derweil Tatsachen geschaffen: So läuft in der finnischen Hauptstadt Helsinki zur Zeit ein Pilotprojekt, in dem selbstfahrende Kleinbusse autonom am Straßenverkehr teilnehmen.

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Windenergie: Schottland produzierte am Sonntag mehr Strom als verbraucht wurde

Windräder im Sonnenuntergang (Foto: Robert Ott)

Windräder im Sonnenuntergang (Foto: Robert Ott)

Am vergangenen Sonntag wurde laut Independent in Schottland mit Windkraftanlagen so viel Strom erzeugt, dass der gesamte landesweite Tagesverbrauch davon hätte gedeckt werden können. 39.545 Megawattstunden, so der WWF Schottland, produzierten Windräder am 7. August demnach, gegenüber einem Verbrauch von 37.202 MWh. Das macht Hoffnung für die Zukunft erneuerbarer Energien und erinnert an eine Meldung aus dem Mai: Am Muttertagswochenende 2016 wurde in Deutschland so viel Strom aus Wind- und Solarkraft produziert, dass der Strompreis kurioserweise kurz ins Negative fiel.

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Back the Veg #5 – Aktuelle vegane Crowdfunding-Projekte auf Kickstarter

Crowdfunding in vegan: Nach rund zwei Monaten Pause sollen hier im fünften Teil der Reihe „Back the Veg“ wieder Crowdfunding-Projekte auf der Plattform Kickstarter vorgestellt werden, die mit Veganismus oder rein pflanzlicher Ernährung im Zusammenhang stehen.

Den Anfang machen What Daisy Did, ein Modelabel aus Northampton in England. Ihre „Wayfarer“-Kollektion von Taschen – Messenger, Laptop und Travel Bags, ein Rucksack sowie ein Portemonnaie – ist 100% vegan und äußerst ansprechend designt. Darüber hinaus verwendet das Label lokale Rohstoffe aus Recycling und beschäftigt in der Produktion obdachlose und marginalisierte Menschen – ethisch und ästhetisch also eine super Sache.

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Selbstfahrendes Auto als Lebensretter? Tesla Autopilot fährt Besitzer zum Krankenhaus

Ein Tesla Model X (Foto: Don McCullough, Lizenz: CC-BY SA 2.0)

Ein Tesla Model X (Foto: Don McCullough, Lizenz: CC-BY SA 2.0)

Erst vor wenigen Wochen kam ein US-Autofahrer in einem Elektroauto ums Leben, das von der Tesla Autopilot-Software gesteuert wurde. Der Vorfall bremste den Hype um selbstfahrende Autos und war Wasser auf den Mühlen von Skeptikern. Doch nun sorgt der Tesla Autopilot für neue, positive Schlagzeilen: Die Webseite Slate berichtet, dass der 37-jährige Joshua Neally während der Heimfahrt von der Arbeit im US-Bundesstaat Missouri eine Lungenembolie erlitt. Sein Tesla Model X-Geländewagen fuhr ihn demnach anschließend für eine Strecke von rund 32 Kilometern autonom zu einem Krankenhaus – was unter Umständen Neallys Leben gerettet hat.

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China: Futuristischer Riesen-Bus fährt über Autos hinweg

China boomt immer noch wie verrückt, for better or worse, und eines der beliebtesten Statussymbole der neuen Mittelschicht ist ein Auto. Kein Wunder, dass die knapp 50 chinesischen Millionenstädte schwer mit Stau und Smog zu kämpfen haben. In der nordchinesischen Hafenstadt Qinhuangdao, rund 300 Kilometer östlich von Beijing gelegen, wird jetzt eine futuristisch anmutende Lösung getestet: Ein Riesen-Bus auf Schienen, der über dem Straßenverkehr gleitet.

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Soulbottles: Leitungswasser für eine bessere Welt

Eine Soul Bottle (Foto: Robert Ott)

Eine soulbottles-Flasche (Foto: Robert Ott)

Auf dem tazlab im vergangenen April erblickte ich einen kleinen unscheinbaren Stand mit der Aufschrift: „Schmecken Sie den Unterschied?“ Das Testobjekt war nicht etwa fake-Fleisch oder ein Marken-Lebensmittel, sondern – Wasser. Die Frage: Wie viele Menschen schmecken den Unterschied zwischen abgefülltem Mineralwasser (Preis: ab ca. 13 Cent pro Liter) und dem Berliner Leitungswasser (Preis: etwa ein Fünftel Cent pro Liter)?

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„Künstliches Blatt“: Neue Photosynthese-Zelle wandelt CO2 zu Treibstoff

Die Photosynthese-Zelle im Versuchsaufbau (Foto: University of Illinois at Chicago)

Die Photosynthese-Zelle im Versuchsaufbau (Foto: University of Illinois at Chicago)

Durchbruch in der Solarenergie-Forschung: Erstmals ist es Forscher_innen gelungen, mit Hilfe von Sonnenlicht COin brennbaren Treibstoff umzuwandeln. Das Team der University of Illinois at Chicago (UIC) hat eine Solarzelle entwickelt, die nicht nur schneller und effizienter arbeitet als bisherige Versuche der künstlichen Photosynthese von Brennstoff, sondern auch deutlich günstigere Rohstoffe verwendet. Das könnte den Weg öffnen zu einer breiten kommerziellen Anwendung der Methode.

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Solarturm in Nevada speichert Strom in geschmolzenem Salz

Das Crescent Dunes Solar Energy Project in Nevada (Foto: Amble auf Wikimedia, Ausschnitt, bearbeitet, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Das Crescent Dunes Solar Energy Project im US-Bundesstaat Nevada (Foto: Amble auf Wikimedia, Ausschnitt, bearbeitet, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Eine der großen Herausforderungen der globalen Energiewende liegt nicht nur im Bau von neuen und größeren Solaranlagen, sondern auch in den Bereichen Logistik und Infrastruktur. Strom aus konventionellen wie aus erneuerbaren Energien kann häufig nicht oder nur unzureichend gespeichert werden. Das führt mitunter zu paradoxen Situationen wie im Mai 2016: An einem besonders wind- und sonnenreichen Wochenende produzierten Wind- und Solarkraftanlagen auf Hochtouren. Weil gleichzeitig konventionelle Kraftwerke ihre Anlagen nicht drosselten, sank der Preis für diese Stromsorten zeitweise ins Negative.

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Thailand: Gepresste Blätter-Schalen als Styropor-Ersatz

Nach essbarem Besteck aus Hirsemehl komm jetzt aus Thailand eine neue Innovation: Wasserdichte, belastbare Schalen aus Blättern. Die Bangkok Post berichtet, ein Team der Naresuan-Universität aus der nordthailändischen Stadt Phitsanulok hätte eine Methode entwickelt, strapazierfähiges Essgeschirr aus den Blättern u.a. des Teakbaums industriell herzustellen. Die Entwickler hoffen demnach, ihre 100% biologisch abbaubaren Produkte können Styropor-Geschirr verdrängen, das viel zum global wachsenden Berg von Kunststoffmüll beiträgt.

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Ethik und Öko: „Falsches“ vs. „natürliches“ Fleisch

Getrockneter Tofu - noch "fake" oder schon "natürlich"? (Foto: Wikipedia-User Sltan)

Tofu – schon „fake“ oder noch „natürlich“? (Foto: Wikipedia-User Sltan, Ausschnitt)

Eine der häufigsten Diskussionen zwischen Menschen, die vegan leben und solchen, die das nicht tun, dreht sich um fake meat – das „falsche“ Fleisch, Ersatzprodukte, pflanzliche Burger, Wurst und Käse. Impliziert wird häufig, dass man mit veganer Ernährung doch (mutmaßlich) so viel richtig mache in Sachen Nachhaltigkeit und Gesundheit – warum dann etwas „Unnatürliches“ zu sich nehmen? Auch die Medien schießen gerne mit: „So ungesund ist vegetarischer Fleischersatz“, schreibt etwa jüngst der Kölner Stadt-Anzeiger. Das beliebte Argument: Wenn sie schon nicht so gut schmeckten, sollten die Produkte doch „wenigstens“ gesünder sein als echtes Fleisch.

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