Gesetzesvorlage will Obdachlosigkeit aus dem Stadtbild von San Francisco verbannen

Eine obdachlose Person in San Francisco (Foto: JCruzTheTruth, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Eine obdachlose Person in San Francisco (Foto: JCruzTheTruth, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

San Francisco ist einer der Orte mit den höchsten Lebenshaltungskosten der Welt, was die Westküsten-Stadt in den USA hauptsächlich dem Silicon Valley zu verdanken hat – einer massiven Ansammlung von Firmen aus der Technologie- und Internetbranche. Der anhaltende Social Media-Boom treibt junge, hochbezahlte Professionelle nach San Francisco und das benachbarte San José – und die Immobilienpreise in lächerliche Höhen.

Die Gentrifizierung läuft also auf Hochtouren. Wer nicht mindestens 1000 US-Dollar Miete (rund 910 Euro) monatlich locker machen kann, dem droht ganz simpel die Obdachlosigkeit. Die boomt daher leider auch: Gerade an der US-Westküste leben immer mehr Menschen auf der Straße. Etwa 60% der Obdachlosen in San Francisco lebten und arbeiteten bereits vorher in der Stadt und wurden durch den immensen Preisanstieg aus ihren Lebensverhältnissen verdrängt.

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Screenshot von donotpay.co.uk

Screenshot von donotpay.co.uk

Am Anfang ging’s ganz simpel um Geld: Joshua Browder aus London störte sich an vermeintlich ungerechten Knöllchen in der englischen Hauptstadt, deren Straßenverkehr legendär chaotisch ist. Um das Verfahren für Einsprüche in solchen Fällen zu vereinfachen, konzipierte Browder eine Webseite mit einem „Robot-Rechtsanwalt“, der nach ein paar simplen Fragen automatisiert das Einspruch-Schreiben fertigstellte. DoNotPay wurde unerwarteterweise sehr populär und focht über 250.000 Knöllchen an.

Mit der Zeit, so erzählte Browder arstechnica UK, wurde klar, dass viele Menschen die Unterstützung eines kostenlosen virtuellen Rechtsanwalts gebrauchen können – und das bestimmt nicht nur in Bußgeldangelegenheiten. So wurde die Webseite erweitert, zunächst um die Funktion, Erstattungen für verspätete Flüge und Zugfahrten einzufordern.

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