Ethik und Öko: „Falsches“ vs. „natürliches“ Fleisch

Getrockneter Tofu - noch "fake" oder schon "natürlich"? (Foto: Wikipedia-User Sltan)

Tofu – schon „fake“ oder noch „natürlich“? (Foto: Wikipedia-User Sltan, Ausschnitt)

Eine der häufigsten Diskussionen zwischen Menschen, die vegan leben und solchen, die das nicht tun, dreht sich um fake meat – das „falsche“ Fleisch, Ersatzprodukte, pflanzliche Burger, Wurst und Käse. Impliziert wird häufig, dass man mit veganer Ernährung doch (mutmaßlich) so viel richtig mache in Sachen Nachhaltigkeit und Gesundheit – warum dann etwas „Unnatürliches“ zu sich nehmen? Auch die Medien schießen gerne mit: „So ungesund ist vegetarischer Fleischersatz“, schreibt etwa jüngst der Kölner Stadt-Anzeiger. Das beliebte Argument: Wenn sie schon nicht so gut schmeckten, sollten die Produkte doch „wenigstens“ gesünder sein als echtes Fleisch.

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Vegane Winterjacke auf Kickstarter – Mammoth Outerwear sammelt über 40.000 Euro

Screenshot Kickstarter Mammoth Outerwear

Screenshot von der Kickstarter-Seite für Mammoth Outerwear am 8. Dezember 2015

Die Veganisierung schreitet voran: Die Auswahl an veganen Lebensmitteln wird größer und größer, Ersatzprodukte ermöglichen die wildesten irrationalen Heißhunger-Attacken, und auch abseits vom Essen haben Verständnis und Respekt für vegane Lebensweisen Konjunktur. Das heißt allerdings nicht, dass keine Wünsche mehr offen wären bei Veganer_innen. Im Gegenteil: Gerade bei Schuhen oder Kleidung sind Kompromisse an der Tagesordnung. Vegan und einigermaßen fair hergestellt und schön/stylisch/hochwertig und halbwegs erschwinglich? Das klappt nur selten.

Umso interessanter ist die aktuelle Kickstarter-Kampagne von „Mammoth Outerwear“. Das kanadische Unternehmen stößt sich an Aussagen der Kleidungsindustrie, dass tierische Materialien bei der Herstellung fester Winterkleidung unverzichtbar wären. Besonders kontrovers ist die Verwendung von Pelzen, da hier besonders häufig Tierquälerei ein regulärer Teil des Herstellungsprozesses ist.

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