Eine neue Kunstform: „MIDI Art“ ist eine Symbiose aus Zeichnung und Komposition

Ein Ausschnitt aus dem MIDI-Art-Stück "MIDI Drawing no. #11 - The Adventures of a Little Girl" von Mari Lesteberg (Screenshot von Youtube)

Ein Ausschnitt aus dem MIDI-Art-Stück „MIDI Drawing no. #11 – The Adventures
of a Little Girl“ von Mari Lesteberg (Screenshot von Youtube)

Die visuelle Darstellung von Musik, von Tönen und Tonabfolgen erfolgt klassischerweise durch Notenschrift – ein System, das sich aus Ursprüngen in der Antike über die Jahrtausende entwickelt hat und noch immer der Standard vor allem für so genannte „ernste“ Musik ist.

Doch im Computer-, Informations- und Kommunikationszeitalter ist die Beherrschung von Notenschrift zur Erstellung von Kompositionen nicht mehr zwingend erforderlich. Ein Großteil von Musik wird heute mit Hilfe so genannter Sequenzer geschrieben, Programme zur Kombination von Tönen, Melodien und Instrumenten. Während diese auch klassische Notation darstellen können, verwenden viele Künstler_innen stattdessen aber eine Ansicht, die auf der Klaviatur beruht und Tonhöhen und -längen in verschiedenen Strichen und Punkten darstellt.

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Google’s „Project Bloks“: Programmieren zum Anfassen

Anwendungsbeispiel für Googles "Project Bloks" (Screenshot von Youtube)

Anwendungsbeispiel für Googles „Project Bloks“ (Screenshot von Youtube)

Programmieren ist, glaubt man vielen Experten, Futuristen und Tech-Gurus, die literacy oder Literalität der Zukunft: Nur, wer eine der Sprachen beherrscht, mit denen Computer kontrolliert und Anwendungen geschaffen werden, wird demnach auf dem Arbeits- und Innovationmarkt einen hohen Wert haben. Ob das so kommen wird, sei dahingestellt. Fraglos ist aber, dass Programmieren schon jetzt eine wertvolle Fähigkeit ist. Immer häufiger wird deswegen auch die Frage gestellt, ob und wie Kinder schon früh mit Computer-Code in Berührung kommen sollten. Hierauf zielt Google ab mit Project Bloks.

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Apps für Geflüchtete: Sprache, Orientierung, Teilhabe

Wir erinnern uns: „Geflüchtete mit Smartphones? Und die wollen hilfsbedürftig sein?“ Die meisten dieser Stimmen sind mittlerweile zum Glück verstummt, seit einer breiten Mehrheit in Politik und Gesellschaft bewusster wird, dass ein Internetzugang kein Luxus ist, sondern Menschenrecht sein sollte. Im Gegenteil: Viele Unternehmen und Initiativen nehmen die relativ breite Digitalisierung der Ankommenden – rund 80% sollen Zugang zu Smartphones haben – als Anlass, Hilfs-Apps zu programmieren, um Informationen und Unterstützung schnell und einfach zu verbreiten. Eine Auswahl:

 

Sprache

Viele der Apps widmen sich der Aufgabe, die Sprachbarriere etwas zu verringern. In RefuChat beispielsweise kann aus einer Liste viel benutzter Phrasen ausgewählt werden, die anschließend übersetzt und per Text oder Sprachausgabe ausgegeben werden. Das Programm beherrscht unter anderem Deutsch, Englisch und Arabisch und beruht auf dem crowdgefundeten und -gesourcten Projekt Refugee Phrasebook. Eher auf dem nachhaltigen Erlernen von Deutsch als Zweitsprache für Erwachsene liegt der Fokus der App phase6, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten Fremdsprachenverlag Hueber veröffentlicht wurde.

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