Besuch vom FBI: Reddit löscht „Kanarienvogel-Statement“ aus Transparenzbericht

Ein Beispiel für ein Kanarienvogel-Statement, auch bekannt als "warrant canary"

Ein Beispiel für ein Kanarienvogel-Statement oder „warrant canary“

Die Administratoren der Social Media-Seite Reddit haben gestern ihren Transparency Report für 2015 veröffentlicht, der Auskunft gibt über die Speicherung oder Verwendung von Daten und die Wahrung der User-Privatsphäre. Es ist nach 2014 der zweite Report dieser Art des US-Unternehmen, und er bekommt einige Aufmerksamkeit wegen eines Textbausteins – der nicht im Text steht. Reddit ließ in dem Bericht ein so genanntes „Kanarienvogel-Statement“ weg, auf englisch warrant canary, und weist damit auf die Tatsache hin, dass die US-Regierung in einer geheimen Anfrage die Herausgabe von Daten durch Reddit erwirkt hat.

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Hyperloop-Projekte nehmen Fahrt auf: Durchbruch noch dieses Jahr?

3D-Sketch einer Hyperloop-Strecke

3D-Sketch einer Hyperloop-Strecke (Grafik von Wikipedia-User Edit1306)

Elon Musk ist ein mittlerweile weltbekannter Tech-Guru, Gründer des privaten Raumfahrt-Unternehmens SpaceX und der E-Auto-Pioniere Tesla Motors. Schon die Simpsons parodierten die überbordende Fantasie dieses Nerd-Visionärs, und tatsächlich nimmt ein weiteres von Musks „Brainchilds“ gerade ordentlich Fahrt auf: der Hyperloop, ein Transportsystem für Kapseln in nahezu luftleeren Röhren.

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Reddit: Das Anti-Facebook

What year is it? Die Startseite von Reddit sieht für 2016er Verhältnisse nicht gerade hip und modern aus

What year is it? Die Startseite von Reddit sieht für 2016er Verhältnisse nicht gerade hip aus

Für viele ist die Social Media-Seite Reddit das Anti-Facebook. Die Anonymität der User hält es weitgehend frei von Selbstinszenierung und betont dagegen Inhalte. Zur Account-Erstellung ist noch nicht einmal eine E-Mail-Adresse nötig, während Facebook schon bei der Registrierung um Adressbuch und Handynummer bettelt. Vielleicht am wichtigsten: Kein tief im Code verborgener Algorithmus formt den persönlichen Content-Feed zu einer gemütlichen Echo-Kammer immer derselben Meinungen; stattdessen liegt es ganz in der Hand der User_innen, sich in das Getümmel von unterschiedlichen Communities zu stürzen.

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Atlas-Roboter von Boston Dynamics: Ausgeglichen und beharrlich

Boston Dynamics, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Robotik, hat gestern einen neuen Roboter vorgestellt. Das Demo-Video für den „Atlas“ der neuesten Generation zeigt eindrücklich, wie weit fortgeschritten die Entwicklung von menschenähnlichen Robotern bereits ist.

Atlas ist 1,75 Meter groß, elektrisch angetrieben und bewegt sich hydraulisch. Auf den ersten Blick wirkt er unscheinbar, doch ein Ausflug in die Wälder Massachusetts offenbart sein Potential: Atlas läuft problemlos über unebenen, schneebedeckten Waldboden und wahrt seine Balance sogar, wenn er in normaler Schrittgeschwindigkeit auf kleine Abhänge oder Huckel stößt.

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Veganz und Jan Bredack: Geliebt, gehasst, missverstanden?

Die Veganz-Facebook-Seite am 18. Februar 2016 (Screenshot)

Die englischsprachige Veganz-Facebook-Seite am 18. Februar 2016 (Screenshot)

Veganz ist eine Erfolgsstory: 2011 eröffnete der „erste vegane Supermarkt der Welt“ in Prenzlauer Berg, mittlerweile betreibt das Unternehmen zehn Filialen, davon je eine in Prag und Wien. Jetzt will Veganz den Sprung über den großen Teich wagen und einen Laden in Portland, Oregon eröffnen. Der Ort ist nicht zufällig ausgewählt: Portland gilt als eine der vegan-freundlichsten Städte der USA.

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Mario Maker-User baut Level, das als Taschenrechner funktioniert

Nicht nur Minecraft inspiriert Videospieler_innen dazu, fantasievolle Welten und sogar komplexe Maschinen zu bauen – auch Nintendos Jump’n’Run-Bausatz für die Wii U, Mario Maker, wurde jetzt zur Herstellung eines Levels benutzt, dass einen einfachen Rechner-Mechanismus darstellt. Der User Giant hat vor rund einer Woche das Level „The Cluttered Chaos-Calculator“ hochgeladen, mit dem zwei Zahlen zwischen null und sieben ausgewählt werden können, deren Summe am Levelende, quasi in Stein gemeißelt, grafisch ausgegeben wird.

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H.H. Holmes „Murder Castle“: Von Scorsese verfilmt und als Puzzle bei Kickstarter

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In genau einem Monat werden in Los Angeles die Oscars verliehen, und alle reden über Leo: Kriegt er endlich seinen hochverdienten Oscar, diesmal für seine Rolle in „The Revenant“? Das Netz zweifelt, und das Drama droht zu einem running gag zu verkommen. Generell kann DiCaprio sich aber nicht beklagen: Er gehört zu den angesehensten Schauspielern Hollywoods und ist regelmäßig an erfolgreichen und künstlerisch wertvollen Produktionen beteiligt. Auch das nächste Projekt mit Altmeister Martin Scorsese ist bereits in der Mache: In „Devil In The White City“ wird DiCaprio den Serienkiller H.H. Holmes spielen, der Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago mordete. Es ist bereits die fünfte Zusammenarbeit von DiCaprio und Scorsese.

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VR-Brille Oculus Rift kostet 599 US-Dollar im freien Verkauf, mehr in Europa

Screenshot der Seite oculus.com

Screenshot der Seite oculus.com

Die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift ist ohne Zweifel eines der gehyptesten Tech-Produkte der letzten Jahre. Scheinbar aus dem Nichts entfachte das Projekt 2012 die seit den 90ern eingeschlafene Begeisterung für VR neu. Ein jetzt legendärer Kickstarter sammelte fast 2,5 Millionen US-Dollar und der Oculus-Effekt gab auch anderen VR-Projekten neuen Wind, so etwa Sonys Project Morpheus für die PS4 oder das ebenfalls heiß erwartete HTC Vive.

Seit Frühjahr 2013 waren die ersten Developer Kits im Umlauf. Demos von Spielen und Anwendungen sowie Reaktions-Videos von Menschen, die auf der virtuellen Achterbahnfahrt schwache Knie bekamen, ließen die Vorfreude noch steigen. Oculus schien das perfekte Produkt zu sein, um Virtual Reality in den Mainstream zu bringen.

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Hass gegen „Fatties“ gebannt

Die Social Media-Seite Reddit, auf der täglich Millionen Menschen in thematischen Foren Nachrichten, Memes, Bilder und Texte teilen und bewerten, wurde kürzlich von einem ausgewachsenen Meltdown erschüttert. Im Zentrum stand das Forum „Fat People Hate“, in dem in verletzender Weise Fotos von übergewichtigen und fettleibigen Menschen gepostet wurden.

Ein Bruch von Webseiten-Regeln führte zur Löschung von „Fat People Hate“. Dessen 150.000 aktive User flohen unter lautstarken Vorwürfen von Zensur in Dutzende neue Unterforen, die ebenfalls gelöscht wurden. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Trollen und Administratoren schaukelte sich hoch, das Drama schwappte über zu Youtube und Twitter und beherrschte den Diskurs des Tages. Weiterlesen