Die Zukunft der Landwirtschaft? Farm in Australien braucht nur Meerwasser und Solarenergie

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die ersten Auswirkungen sind bereits zu spüren: Die Landwirtschaft wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark verändern. Gesellschaftliche Trends zeigen immer noch in Richtung bio, nachhaltig, vegan – und die Industrie wird sich dem anpassen müssen. Vertical Farming beispielsweise reduziert die benötigte Fläche für den Anbau von Nutzpflanzen deutlich, während gleichzeitig Transportwege zu den Endabnehmern stark verringert werden.

Ein anderer Ansatz wird in Australien bereits praktiziert. Die Sundrop-Farm im südaustralischen Port Augusta ist genügsam: Sie benötigt keinen Erdboden, keine Pestizide, keine externe Energie und kein externes Frischwasser. Auf 20 Hektar (200.000 Quadratmeter) produziert die Anlage in Hydrokultur-Gewächshäusern Obst und Gemüse. Der Clou: Die Wasserzufuhr wird durch entsalzenes Meerwasser gesichert, während eine Solaranlage den gesamten Energiebedarf deckt.

Damit demonstriert Sundrop, dass landwirtschaftliche Betriebe mit moderner Technologie und den richtigen Rahmenbedingungen autark von externer Infrastruktur und trotzdem effizient produzieren können. Angesichts der weiterhin stark wachsenden Erdbevölkerung (fast 10 Milliarden bis 2050 laut UN-Prognose) könnte dieses Konzept ein Blick auf die Zukunft nachhaltiger Landwirtschaft sein.

Energiewende bizarr: Am Sonntag kostete Kohle-Strom -24 Cent pro kW/h

Konventionelle Stromerzeugung (blauer Bereich), Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie (grüner Bereich), Stromverbrauch (rote Linie) und Strompreis (hellblaue Linie) in den vergangenen Tagen (Grafik: Agorameter des Thinktanks Agora Energiewende, abgerufen 10.5.2016, 12:45 Uhr)

Konventionelle Stromerzeugung (blauer Bereich), Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie (grüner Bereich), Stromverbrauch (rote Linie) und Strompreis (hellblaue Linie) in den vergangenen Tagen (Grafik: Agorameter des Thinktanks Agora Energiewende, abgerufen 11.5.2016, 12:45 Uhr)

Sonntag, der 8. Mai 2016 war ein sehr schöner Tag: viel Sonne und ein mal laues, mal stärkeres Lüftchen. Beste Voraussetzungen für einen Spaziergang und geradezu perfekt für erneuerbare Energien: Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland waren an diesem Tag so produktiv, dass sie zeitweise wohl über 90% des bundesweiten Energieverbrauchs deckten. Das geht aus dem Agorameter hervor, einem Statistik-Tool des Thinktanks Agora Energiewende.

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