Ohne Tiere, ohne Öl: MycoWorks erschaffen Leder und Kunststoffe aus Pilzen

Ein Stück Pilzleder von MycoWorks (Screenshot von Youtube)

Ein Stück Pilzleder von MycoWorks (Screenshot von Youtube)

Seit Anfang des Jahres schreibe ich regelmäßig über Politik, Kultur und Nachhaltigkeit auf diesem Blog. Der mit Abstand meistgelesene Text ist dabei überraschenderweise nicht ein politischer Kommentar oder ein hochaktuelles Netzkultur-Stimmungsbild – sondern eine Meldung über einen  lederähnlichen Stoff namens „Muskin“ aus Pilzen.

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Soulbottles: Leitungswasser für eine bessere Welt

Eine Soul Bottle (Foto: Robert Ott)

Eine soulbottles-Flasche (Foto: Robert Ott)

Auf dem tazlab im vergangenen April erblickte ich einen kleinen unscheinbaren Stand mit der Aufschrift: „Schmecken Sie den Unterschied?“ Das Testobjekt war nicht etwa fake-Fleisch oder ein Marken-Lebensmittel, sondern – Wasser. Die Frage: Wie viele Menschen schmecken den Unterschied zwischen abgefülltem Mineralwasser (Preis: ab ca. 13 Cent pro Liter) und dem Berliner Leitungswasser (Preis: etwa ein Fünftel Cent pro Liter)?

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Französisches Startup will drahtloses Laden erleichtern

Drahtlose Energieübertragung für unser stetig wachsendes Arsenal persönlicher Elektronik-Gadgets ist eines der wichtigsten Tech-Themen der nahen Zukunft. Doch die etablierte Methode des induktiven Ladens ist immer noch ineffizient. Das französische Startup Energysquare will das ändern – ironischerweise mit einem technologischen Schritt zurück.

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Vegane „Labor-Shrimps“ gegen moderne Sklaverei

Erst Fleisch und Eier, jetzt Shrimps: Biotechnologisch erzeugte Ersatzstoffe für tierische Nahrungsmittel gelten als eines der next big things. Wie beim „Rindfleisch“ von Memphis Meats und dem „echten Eiweiß“ von Clara Foods geben sich auch New Wave Foods nicht damit zufrieden, aus pflanzlichen Zutaten etwas zu mixen, das in etwa so schmeckt wie ein Shrimp. Stattdessen verwenden diese neuen fake meat-Hersteller teils aufwendige Verfahren, um ein bestimmtes Nahrungsmittel zu synthetisieren. New Wave Foods nutzen dabei Rotalgen als Grundlage, ein von Shrimps bevorzugtes Futter, das ihnen ihre charakteristische pinke Färbung verleiht.

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Save the Chicken: Vegane Ei-Alternativen

Eine No Egg-Packung (Foto: Robert Ott)

Eine Packung No Egg (Foto: Robert Ott)

Eines der wenigen beliebten Gerichte, für das es keine überzeugende vegane Alternative gibt, ist das Spiegelei. Die Kombination von Eiweiß und separatem Eigelb, mit der richtigen Konsistenz, passendem Geschmack und einem ähnlichen Verhalten in der Bratpfanne ist anscheinend zu komplex, um sie zuverlässig nachzuahmen.

Was reines Eiweiß angeht, Zutat für viele Rezepte gerade beim Backen, sieht es schon viel besser aus. Neben den vielen „natürlichen“ Nahrungsmitteln, die eines oder mehrere Eier ersetzen können wie etwa Speisestärke, Apfelmus, eine Banane oder Seidentofu, gibt es auch dezidierten veganen Ei-Ersatz. Diese Produkte, beispielsweise No Egg, The Vegg oder VeganEgg, sind meist Pulver zum Anrühren und versuchen, einem aufgeschlagenen Ei in Nährstoffen, Kochverhalten und Geschmack so nahe wie möglich zu kommen. Für letzteres enthalten die meisten das so genannte schwarze Salz Kala Namak, das einen sehr schwefligen und Eiern nicht unähnlichen Geruch besitzt.

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Back The Veg #3 – Aktuelle vegane Crowdfunding-Projekte auf Kickstarter

Wie regelmäßigen Leser_innen bekannt sein dürfte, stelle ich in dieser Reihe regelmäßig innovative und erwähnenswerte Crowdfunding-Projekte mit Bezug zu Veganismus vor. Hier also Teil 3 von Back The Veg mit einem Blick auf vegane Ideen, die finanziert werden wollen:

Screenshot des Pachakuti Foods-Quinoa Milch-Kickstarters

Screenshot des Quinoa Milch-Kickstarters von Pachakuti Foods

Gleich mehrfach lobenswert ist ein Kickstarter für Quinoa-Milch, denn das Startup Pachakuti Foods will damit nicht nur eine weitere pflanzliche Milch-Alternative neben Soja, Reis, Mandel, Hafer etc. anbieten, sondern auch den fairen Handel mit peruanischen Farmer_innen fördern. Zusätzlich hilft das Projekt, die Vielfalt von Quinoa zu bewahren: Laut Pachakuti kaufen Exporteure in Peru nur fünf Quinoa-Varianten für den weltweiten Mark ein – es existieren aber über 3000 Arten, die für die Flora und Fauna der Anden eine zentrale Rolle spielen. Der Kickstarter läuft noch vier Tage und ist bereits bei knapp über 100% Funding angelangt.

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