Nachhaltigkeits-Revolution aus Schweden? „Diro“ wäscht Kleidung ohne Waschmittel

Das Swatab-Diro-System (Screenshot von swatab.com)

Das „Diro“-System von Swatab (Screenshot von swatab.com)

Wasser ist eines der Themen, an denen sich die ökologischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit am deutlichsten kreuzen. Für viele Menschen weltweit ist der Zugang zu sauberem Wasser noch immer stark eingeschränkt. Gleichzeitig werden in vielen Schwellen- und industrialisierten Ländern vorhandene Frischwasserressourcen durch Chemikalien und Abwässer verunreinigt. Das schwedische Unternehmen Scandinavian Water Technologies, kurz Swatab, hat etwas dagegen: Ein System, dass unsere Art, Textilien zu waschen, revolutionieren könnte.

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Die Zukunft der Landwirtschaft? Farm in Australien braucht nur Meerwasser und Solarenergie

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die ersten Auswirkungen sind bereits zu spüren: Die Landwirtschaft wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark verändern. Gesellschaftliche Trends zeigen immer noch in Richtung bio, nachhaltig, vegan – und die Industrie wird sich dem anpassen müssen. Vertical Farming beispielsweise reduziert die benötigte Fläche für den Anbau von Nutzpflanzen deutlich, während gleichzeitig Transportwege zu den Endabnehmern stark verringert werden.

Ein anderer Ansatz wird in Australien bereits praktiziert. Die Sundrop-Farm im südaustralischen Port Augusta ist genügsam: Sie benötigt keinen Erdboden, keine Pestizide, keine externe Energie und kein externes Frischwasser. Auf 20 Hektar (200.000 Quadratmeter) produziert die Anlage in Hydrokultur-Gewächshäusern Obst und Gemüse. Der Clou: Die Wasserzufuhr wird durch entsalzenes Meerwasser gesichert, während eine Solaranlage den gesamten Energiebedarf deckt.

Damit demonstriert Sundrop, dass landwirtschaftliche Betriebe mit moderner Technologie und den richtigen Rahmenbedingungen autark von externer Infrastruktur und trotzdem effizient produzieren können. Angesichts der weiterhin stark wachsenden Erdbevölkerung (fast 10 Milliarden bis 2050 laut UN-Prognose) könnte dieses Konzept ein Blick auf die Zukunft nachhaltiger Landwirtschaft sein.

„WaterSeer“: Kondensations-Brunnen holt täglich 37 Liter Trinkwasser aus der Luft

Der Kopf eines "Water Seer"-Geräts (Screenshot von Vimeo)

Der Kopf eines „WaterSeer“-Geräts (Screenshot von Vimeo)

Der Zugang zu sauberem, reinem Trinkwasser ist ein Luxus, der fast 800 Millionen Menschen auf der Erde versagt bleibt. Ursachen dafür können politischer, ökonomischer oder auch ökologischer Natur sein: Regionen in Ostafrika beispielsweise erleben regelmäßig Dürreperioden und wurden jahrzehntelang von Kriegen und Bürgerkriegen verwüstet.

Ein simples Gerät des US-amerikanischen Unternehmens VICI Labs könnte das Problem der Wasserversorgung und -verteilung in solchen Regionen entspannen: Der WaterSeer (englisch für „Wasser-Seher“ oder „Wasser-Prophet“) kann täglich bis zu 37 Liter reines, trinkbares Wasser bereitstellen. Die Besonderheit: Das Gerät ist kein traditioneller Brunnen, sondern gewinnt das Wasser durch Kondensation aus der Luft.

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Soulbottles: Leitungswasser für eine bessere Welt

Eine Soul Bottle (Foto: Robert Ott)

Eine soulbottles-Flasche (Foto: Robert Ott)

Auf dem tazlab im vergangenen April erblickte ich einen kleinen unscheinbaren Stand mit der Aufschrift: „Schmecken Sie den Unterschied?“ Das Testobjekt war nicht etwa fake-Fleisch oder ein Marken-Lebensmittel, sondern – Wasser. Die Frage: Wie viele Menschen schmecken den Unterschied zwischen abgefülltem Mineralwasser (Preis: ab ca. 13 Cent pro Liter) und dem Berliner Leitungswasser (Preis: etwa ein Fünftel Cent pro Liter)?

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