Crowdfunding-Projekt für veganes Kollektiv in Berlin

Veganismus ist trending – immer noch – und seit Jahren steigt die Zahl von Menschen, die versuchen, ihr Leben so weit wie möglich ohne tierische Produkte zu leben. Neben den ethischen Beweggründen, die bei einer solchen Entscheidung fast immer zentral sind, führt die andauernde Mainstream-Präsenz des veganen Gedankens aber auch zu einer Verdünnung eben dieser ethischen Ursprünge.

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Back the Veg #6 – Aktuelle vegane Crowdfunding-Projekte auf Kickstarter

Seit dem letzten Teil der Reihe „Back the Veg“ ist bereits ein dreiviertel Jahr vergangen. Eine lange Zeit, in der ich hin und wieder Kickstarter und andere Crowdfunding-Plattformen nach veganen Projekten durchsucht, aber nicht viel Interessantes gefunden hatte. Jetzt scheint wieder mehr los zu sein: Hier sind vier vielversprechende Kampagnen, die derzeit um Unterstützung werben:

Vegan Connections ist ein Magazin-Projekt aus Schottland, das sowohl einen umfangreichen Webauftritt betreibt als auch eine vierteljährliche kostenlose Printausgabe herausgibt. Die Macher_innen scheinen sehr aktiv zu sein: Neben dem redaktionellen Inhalt von Heft und Seite zeichnet die Gruppe auch verantwortlich für Workshops, eine Konzertreihe und ein jährliches Festival. Löblich!

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Nachhaltige Super-Socken aus recycelten Klamotten

Screenshot von osombrand.com

Screenshot von osombrand.com

Fair, vegan, bio – nicht nur nachhaltige Lebensmittel sind ein großes Thema der Stunde, sondern auch nachhaltige Kleidung. Schon mal versucht, einen veganen, fair hergestellten Schuh in der Größe 48.5 zu finden? Der vielleicht sogar optisch ansprechend ist? Ich spreche aus persönlicher Erfahrung, wenn ich sage: Es ist nicht leicht.

Das Fairtrade-Klamotten-Business ist, trotz noch relativ geringer Umsätze verglichen mit den riesigen Kleidungsmarken und -händlern, viel PR und viel Überzeugungsarbeit. Es fehlt schlicht an wirklich umfassend bekannten und etablierten Standards, die eine faire Behandlung und Bezahlung von Arbeiter_innen sowie fair gehandelte Rohstoffe zweifelsfrei beweisen würden.

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Back the Veg #5 – Aktuelle vegane Crowdfunding-Projekte auf Kickstarter

Crowdfunding in vegan: Nach rund zwei Monaten Pause sollen hier im fünften Teil der Reihe „Back the Veg“ wieder Crowdfunding-Projekte auf der Plattform Kickstarter vorgestellt werden, die mit Veganismus oder rein pflanzlicher Ernährung im Zusammenhang stehen.

Den Anfang machen What Daisy Did, ein Modelabel aus Northampton in England. Ihre „Wayfarer“-Kollektion von Taschen – Messenger, Laptop und Travel Bags, ein Rucksack sowie ein Portemonnaie – ist 100% vegan und äußerst ansprechend designt. Darüber hinaus verwendet das Label lokale Rohstoffe aus Recycling und beschäftigt in der Produktion obdachlose und marginalisierte Menschen – ethisch und ästhetisch also eine super Sache.

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Soulbottles: Leitungswasser für eine bessere Welt

Eine Soul Bottle (Foto: Robert Ott)

Eine soulbottles-Flasche (Foto: Robert Ott)

Auf dem tazlab im vergangenen April erblickte ich einen kleinen unscheinbaren Stand mit der Aufschrift: „Schmecken Sie den Unterschied?“ Das Testobjekt war nicht etwa fake-Fleisch oder ein Marken-Lebensmittel, sondern – Wasser. Die Frage: Wie viele Menschen schmecken den Unterschied zwischen abgefülltem Mineralwasser (Preis: ab ca. 13 Cent pro Liter) und dem Berliner Leitungswasser (Preis: etwa ein Fünftel Cent pro Liter)?

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Hawaash – Kochen ohne Grenzen

hawaash

Aufgrund akuter Internetprobleme (auf Gewitter ist Vodafone anscheinend nicht vorbereitet) heute nur ein kurzer Artikel:

Hawaash ist ein „soziales Gastronomieprojekt“ aus Berlin, in dem Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen gemeinsam kochen. Die „culinary creators without borders“ streben mittelfristig an, in einem eigenen Restaurant feste Arbeitsplätze zu schaffen. In der Zwischenzeit kann man die (anscheinend überwiegend oder komplett veganen) Kreationen wie Bananenbrot oder Tacos nur bei ausgewählten Gelegenheiten probieren. In der nächsten Zeit sind das der United Street Food – Fundraising Food Market in Kreuzberg am 31. Juli und der Restaurant Space Mamma Berlin in der Neuköllner Lenaustraße, wo Hawaash vom 3. bis zum 31. August als Pop-Up Restaurant zu Besuch ist.

Kochbücher für gebrochene Herzen – feat. Morrissey & Nick Cave

Die Cover der beiden Kochbücher (Bild: Kickstarter / Microcosm Publishing)

Die Cover der beiden Kochbücher (Bild: Kickstarter / Microcosm Publishing)

Ein gebrochenes Herz ist kein schönes Erlebnis – we’ve all been there. Zur Linderung der Schmerzen helfen meist zwei Mittel: Musik und Essen. Warum das beides nicht verbinden, dachten sich eine Illustratorin, ein Koch und ein Herausgeber, und so wurde die Idee für zwei vegane Kochbücher geboren: Defensive Eating with Morrissey und Comfort Eating with Nick Cave.

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Muskin: Nachhaltiges veganes Leder aus Pilzen

Muskin Pilz-Leder (Screenshot von gradozero.eu)

Muskin Pilz-Leder (Screenshot von gradozero.eu)

Schuhe, Gürtel, Taschen: Zur veganen Herstellung einiger Produkte ist Kunstleder meist die bevorzugte Option. Natürlich sind auch herkömmliche pflanzliche Fasern wie Leinen oder Hanf bestens dazu geeignet. Dennoch, sei es aus ästhetischen, stilistischen oder funktionellen Gründen, ist künstliches Leder mittlerweile immer häufiger anzutreffen.  Eine italienische Firma entwickelt derzeit ein neues, lederähnliches Material: Muskin, das aus einem Pilz hergestellt wird, und nachhaltiger als viele andere Leder-Alternativen ist.

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Vegan in Istanbul

Vegan sein ist schwer? Auf Reisen umso mehr? Von wegen! Ich liebe es, unterwegs neue vegane Entdeckungen zu machen. London beispielsweise ist ein vegan paradise: Wenn man nicht gerade Monate bleibt, muss man seine kulinarischen Ziele schon gut auswählen. Auch in Paris, eher weniger als Hauptstadt des pflanzlichen Essens bekannt, findet man mit etwas Recherche einige sehr gute Restaurants und Bistros.

Wie funktioniert das aber in Städten, in denen Veganismus erst seit kurzem im Kommen ist? Istanbul beispielsweise ist eine faszinierende Stadt, die ich in den letzten Jahren etliche Male besucht habe. Auf der Webseite Happy Cow finden sich sechs rein vegane Restaurants, Bars oder Cafés. Alle sechs existieren aber wohl erst seit ein oder zwei Jahren, und ich habe bisher leider keins besucht. In meiner Erfahrung war das Konzept „Vegan“ bisher nicht sehr präsent in Istanbul, doch das könnte sich ändern: Bei unserem letzten Besuch im Mai waren beispielsweise im Viertel Fatih vegane Graffiti zu sehen.

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