Hightech-Fahrradklingel kann navigieren, leuchten, klingeln und schützen

Fahrrad fahren macht Spaß, ist umweltfreundlich und in vielen Innenstädten schneller als ein Auto oder öffentlicher Nahverkehr. In Münster oder Kopenhagen ist das Fahrrad mittlerweile gar das am meisten genutzte Verkehrsmittel. Oft ist es aber gerade in Großstädten um die Sicherheit von Fahrradfahrer_innen schlecht bestellt: In Berlin beispielsweise hat eine Initiative vor kurzem einen Volksentscheid Fahrrad auf den Weg gebracht, der vor allem mehr und bessere Radwege fordert.

Für Sicherheit im Radverkehr ist es zentral, gesehen und gehört zu werden – und eine neue Hightech-Fahrradklingel möchte dabei helfen. Die Shoka Bell ist ein Fahrradcomputer auf Steroiden und kann einiges mehr als nur Kilometer zählen. Das System besteht aus einer am Lenker montierten Halterung, an die das eigentliche Gerät magnetisch „angeklippt“ wird.

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Endspurt für „Volksentscheid retten“

Es begann mit der Empörung über den Berliner Senat, der sich vor einigen Monaten über den 2014er Volksentscheid zum Tempelhofer Feld hinwegsetzte. Trotz Bebauungsverbot sahen die Politiker_innen angesichts der steigenden Zahlen von Geflüchteten keine Alternative zu dem kontroversen Plan, Tempelhof zu einer Massenunterkunft zu machen. Das gab den Impuls für die neue Initiative „Volksentscheid retten“, die eine neue Abstimmung über eine rechtliche Stärkung dieses basisdemokratischen Instruments erreichen will.

Jetzt hat die Initiative die angepeilten 70.000 Unterschriften für die erste Etappe fast beisammen: Bis zum Stichtag am kommenden Dienstag, 5. Juli, fehlen laut Webseite der Kampagne noch rund 5.000 Unterschriften. Tatsächlich nötig zur Einleitung des Verfahrens, das eine Änderung der Berliner Verfassung zum Ziel hat, sind lediglich 50.000 Unterschriften – den Puffer von 20.000 Signaturen hat die Initiative sich selbst auferlegt, um mit Sicherheit 50.000 gültige Unterschriften zu erreichen.

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Volksentscheid Fahrrad in Berlin: Erstes Etappenziel in Sicht

Fahrradverkehr in Kopenhagen (Foto: Volkentscheid Fahrrad/Norbert Michalke)

Fahrradverkehr in Kopenhagen (Foto: Volkentscheid Fahrrad/Norbert Michalke)

2014 zog ich nach Berlin und verließ Münster, die Stadt, in der ich zehn Jahre gelebt hatte. Das ging nicht ganz ohne Wehmut von statten: Ich hatte mich an Münster gewöhnt, an die pittoreske Altstadt, den exquisiten Flohmarkt, die sehr junge, studentische Kulturszene – und auch an die kurzen Wege. Unter zehn Minuten dauerten Fahrradfahrten von unserer Südviertel-Wohnung zur Arbeit im Zentrum, zum Hauptbahnhof, zur Uni, zum See und zum Ausgeh-Viertel am Hafen.

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