Nachhaltigkeits-Revolution aus Schweden? „Diro“ wäscht Kleidung ohne Waschmittel

Das Swatab-Diro-System (Screenshot von swatab.com)

Das „Diro“-System von Swatab (Screenshot von swatab.com)

Wasser ist eines der Themen, an denen sich die ökologischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit am deutlichsten kreuzen. Für viele Menschen weltweit ist der Zugang zu sauberem Wasser noch immer stark eingeschränkt. Gleichzeitig werden in vielen Schwellen- und industrialisierten Ländern vorhandene Frischwasserressourcen durch Chemikalien und Abwässer verunreinigt. Das schwedische Unternehmen Scandinavian Water Technologies, kurz Swatab, hat etwas dagegen: Ein System, dass unsere Art, Textilien zu waschen, revolutionieren könnte.

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Goodbye, Kohle & Co: Projekte weltweit zielen auf 100% Versorgung durch erneuerbare Energie

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die kalifornische Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen - trotz Trump

San Diego bei Nacht: Bis 2035 will die Stadt 100% Versorgung durch erneuerbare Energien erreichen

Bye-bye, fossile Brennstoffe: Die Zeit von Kohle, Erdgas und Co. geht (sehr) langsam, aber sicher auf ihr Ende zu, während weltweit immer mehr Projekte auf eine komplette Versorgung durch erneuerbare Energien abzielen. Costa Rica hat’s vorgemacht – warum sollte das nicht auch woanders klappen?

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Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft: Das Problem der Speicherung von erneuerbarer Energie

Ein hydroelektrisches Kraftwerk in Huanza, Peru

Ein hydroelektrisches Kraftwerk in Huanza, Peru

Wir sind weit gekommen seit den 90er Jahren in Sachen erneuerbare Energien: Solar- und Windkraftanlagen gehören zum alltäglichen Bild, das Ende der Kernkraft ist zumindest in Deutschland in Sicht – und an sehr guten Tagen, wie etwa im vergangenen Mai, decken erneuerbare Energieträger fast den gesamten bundesweiten Strombedarf. Ähnliche gute Nachrichten kommen beispielsweise aus Schottland oder Costa Rica.

Tell the wind not to blow, tell the sun not to shine

Doch die oben genannte bizarre Situation im Frühling – eine so hohe Stromerzeugung aus Wind und Sonne, dass der Preis für konventionellen Strom ins Negative fällt – macht nicht nur Hoffnung, sondern offenbart auch eine der größten Herausforderungen für die Branche: Die Frage nach der Speicherung von Strom. Denn Bedarf besteht nicht nur, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, sondern rund um die Uhr.

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Die Zukunft der Landwirtschaft? Farm in Australien braucht nur Meerwasser und Solarenergie

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die Sundrop-Farm in Port Augusta, Australien (Screenshot von Youtube)

Die ersten Auswirkungen sind bereits zu spüren: Die Landwirtschaft wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark verändern. Gesellschaftliche Trends zeigen immer noch in Richtung bio, nachhaltig, vegan – und die Industrie wird sich dem anpassen müssen. Vertical Farming beispielsweise reduziert die benötigte Fläche für den Anbau von Nutzpflanzen deutlich, während gleichzeitig Transportwege zu den Endabnehmern stark verringert werden.

Ein anderer Ansatz wird in Australien bereits praktiziert. Die Sundrop-Farm im südaustralischen Port Augusta ist genügsam: Sie benötigt keinen Erdboden, keine Pestizide, keine externe Energie und kein externes Frischwasser. Auf 20 Hektar (200.000 Quadratmeter) produziert die Anlage in Hydrokultur-Gewächshäusern Obst und Gemüse. Der Clou: Die Wasserzufuhr wird durch entsalzenes Meerwasser gesichert, während eine Solaranlage den gesamten Energiebedarf deckt.

Damit demonstriert Sundrop, dass landwirtschaftliche Betriebe mit moderner Technologie und den richtigen Rahmenbedingungen autark von externer Infrastruktur und trotzdem effizient produzieren können. Angesichts der weiterhin stark wachsenden Erdbevölkerung (fast 10 Milliarden bis 2050 laut UN-Prognose) könnte dieses Konzept ein Blick auf die Zukunft nachhaltiger Landwirtschaft sein.

„WaterSeer“: Kondensations-Brunnen holt täglich 37 Liter Trinkwasser aus der Luft

Der Kopf eines "Water Seer"-Geräts (Screenshot von Vimeo)

Der Kopf eines „WaterSeer“-Geräts (Screenshot von Vimeo)

Der Zugang zu sauberem, reinem Trinkwasser ist ein Luxus, der fast 800 Millionen Menschen auf der Erde versagt bleibt. Ursachen dafür können politischer, ökonomischer oder auch ökologischer Natur sein: Regionen in Ostafrika beispielsweise erleben regelmäßig Dürreperioden und wurden jahrzehntelang von Kriegen und Bürgerkriegen verwüstet.

Ein simples Gerät des US-amerikanischen Unternehmens VICI Labs könnte das Problem der Wasserversorgung und -verteilung in solchen Regionen entspannen: Der WaterSeer (englisch für „Wasser-Seher“ oder „Wasser-Prophet“) kann täglich bis zu 37 Liter reines, trinkbares Wasser bereitstellen. Die Besonderheit: Das Gerät ist kein traditioneller Brunnen, sondern gewinnt das Wasser durch Kondensation aus der Luft.

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Neues Konzept für Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Nutzung

Konzept für ein kombininertes Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Sammler (Screenshot von trendintech.com)

Konzept für ein kombiniertes Solar- und Windkraft-Dach mit Regenwasser-Sammler (Screenshot von trendintech.com)

Der Fortschritt im Bereich nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien bleibt nicht bei „einfachen“ Solaranlagen stehen: Wissenschaftler_innen aus Malaysia und China haben jetzt ein Konzept vorgelegt für ein kombiniertes Solar- und Windkraft-Dach. Der charakteristische V-förmige Aufbau optimiert demnach den Energieertrag durch Windkraft dank des Venturi-Effekts.

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Nachhaltige Super-Socken aus recycelten Klamotten

Screenshot von osombrand.com

Screenshot von osombrand.com

Fair, vegan, bio – nicht nur nachhaltige Lebensmittel sind ein großes Thema der Stunde, sondern auch nachhaltige Kleidung. Schon mal versucht, einen veganen, fair hergestellten Schuh in der Größe 48.5 zu finden? Der vielleicht sogar optisch ansprechend ist? Ich spreche aus persönlicher Erfahrung, wenn ich sage: Es ist nicht leicht.

Das Fairtrade-Klamotten-Business ist, trotz noch relativ geringer Umsätze verglichen mit den riesigen Kleidungsmarken und -händlern, viel PR und viel Überzeugungsarbeit. Es fehlt schlicht an wirklich umfassend bekannten und etablierten Standards, die eine faire Behandlung und Bezahlung von Arbeiter_innen sowie fair gehandelte Rohstoffe zweifelsfrei beweisen würden.

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Soulbottles: Leitungswasser für eine bessere Welt

Eine Soul Bottle (Foto: Robert Ott)

Eine soulbottles-Flasche (Foto: Robert Ott)

Auf dem tazlab im vergangenen April erblickte ich einen kleinen unscheinbaren Stand mit der Aufschrift: „Schmecken Sie den Unterschied?“ Das Testobjekt war nicht etwa fake-Fleisch oder ein Marken-Lebensmittel, sondern – Wasser. Die Frage: Wie viele Menschen schmecken den Unterschied zwischen abgefülltem Mineralwasser (Preis: ab ca. 13 Cent pro Liter) und dem Berliner Leitungswasser (Preis: etwa ein Fünftel Cent pro Liter)?

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Wo früher Regenwald stand, schwimmen bald Solarzellen

Der Balbina-Stausee in Brasilien (Foto: Wikipedia-User Seabirds)

Der Balbina-Stausee in Brasilien (Foto: Wikipedia-User Seabirds)

England macht’s vor, Brasilien zieht nach: Während bei London gerade die größte schwimmende Solaranlage der Welt entsteht, hat auch die brasilianische Regierung ein Solarprojekt auf dem Wasser angekündigt. Auf dem Balbina-Stausee im Norden Brasiliens soll bis 2017 eine 50 000 Quadratmeter große Solaranlage entstehen. Das Projekt hat besondere Brisanz, da der in den 1980er Jahren geflutete Stausee als eines der größten Umweltverbrechen des Landes gilt.

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Bei London entsteht die größte schwimmende Solaranlage der Welt

Ein paar Kilometer südwestlich von London liegt das Queen Elizabeth II Reservoir, ein künstliches Wasserbecken mit stattlichen 20 Milliarden Litern Fassungsvermögen. Hier wird gerade ein Projekt realisiert, dass in Europa Vorbildfunktion haben könnte: die Installation der größten schwimmenden Solaranlage der Welt.

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