Terminator Genisys – You’ll be back!

Ungefähr so stelle ich mir den Pitch vor, mit dem irgendein Typ einen anderen Typen davon überzeugt hat, 155 Millionen Dollar in diesen Film zu pumpen:

Arnie ist wieder da! Als Hauptdarsteller! In der Zukunft, der Gegenwart UND in den 80ern! Außerdem: Doppel-Arnie, Nano-Techno-CGI, Cameos von T-800 und T-1000, natürlich Zeitreise! Was noch? Ein Riesenhaufen Waffen, ein seltsam überflüssiger Cop in einer Nebenrolle und divergierende Timelines.

Das reicht, oder? Nein, mit rein müssen noch ganz doll aktuelle und etwas plumpe Kritik an der fortschreitenden Vernetzung von Menschen bedienter Geräte und ein Ende, das den Plot von T2 teilweise aufwärmt.

Aufwärmen scheint sowieso das Credo dieses Sequels zu sein: Wer postmodern inspirierte Popkultur mit offenen Armen empfängt, wer sich freut, wenn auch Mainstream-Kino schamlos zitiert, bearbeitet und modifiziert, wird beispielsweise die detailverliebten neuen Versionen von ikonischen Szenen des Originals mögen und die vielen Referenzen auf die bisherigen vier Filme.

Was ja auch alles schön und gut ist! Was für meinen persönlichen Geschmack aber leider auf der Strecke blieb, ist der Kern: ein gutes Drehbuch, ein stringenter Plot, ein Spannungsbogen. Deswegen gefiel mir vermutlich Terminator Salvation so gut, der ansonsten eher miese Kritiken bekam.

Denn wenn ich definieren sollte, was ich mir, kondensiert, von einem Terminator-Film erhoffe, dann würde ich sagen: Dystopische, düstere Science Fiction, Maschinen gegen Menschen. Nicht ein überdrehtes, verwirrendes Zitatfeuerwerk mit zu viel fan service.

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